Biathletin Hauser startet als Zweite hervorragend in Saison

Lisa Hauser hat die Weltcup-Saison mit Platz zwei eröffnet und damit gleich zu Beginn des Olympia-Winters ein Erfolgserlebnis für Österreichs Biathleten besorgt. Die Tiroler Massenstart-Weltmeisterin musste sich am Samstag in Östersund (Schweden) im 15-km-Einzelbewerb nur der fehlerfreien Tschechin Marketa Davidova beugen (+1:17,7 Min.). Die ÖSV-Männer starteten mit Simon Eder und Felix Leitner in den Top 20. Siegreich war der überragende Norweger Sturla Holm Laegreid.

Eder landete nach zwei Fehlern im ersten Stehend-Schießen auf Platz 16 (+2:53,6). Bei Felix Leitner (20.) blieben bei insgesamt fairen Windbedingungen vier Scheiben stehen. Der Tiroler zeigte über 20 km aber mit achtbester Laufzeit auf, war in der Loipe etwa schneller unterwegs als der fünftplatzierte Johannes Thingnes Bö. Die Norweger-Phalanx mit vier Athleten auf den ersten sechs Plätzen durchbrachen der Franzose Simon Desthieux als Dritter hinter Tarjei Bö und der kanadische Überraschungsmann Scott Gow (4.).

Hauser brillierte zuvor mit nur einem Fehler am Schießstand und holte ihren achten Podestplatz der Karriere. „Der zweite Platz ist unglaublich. So in die Saison zu starten, ist wirklich großartig“, jubelte die Weltcup-Sechstes des Vorjahres. „Ein bisserl ein Druck fällt jetzt auch ab, weil ich ja selbst ein gutes Ergebnis machen wollte“, sagte Hauser im ORF. Sie sprach von Nervosität und Ungewissheit vor dem Rennen. „Der Platz heute stimmt mich aber so zuversichtlich und positiv, weil man ja dort ansetzen will, wo man letztes Jahr war.“ Den Erfolg führte sie primär auf die gute Schießleistung zurück, das Laufen sei zäh gewesen. „Auf der Spur weiß ich, dass ich noch ein bisschen Form kriegen kann“, sagte Hauser. „Aber das ist heute Jammern auf hohem Niveau.“

Auch dass die 27-Jährige im Sommer ein wenig mit ihrer Schießkonstanz gehadert hatte, war ihr nicht mehr anzumerken. Ihre ersten 15 Schüsse fanden alle das Ziel. Andere große Namen – wie etwa die norwegische Gesamtweltcup-Titelverteidigerin Tiril Eckhoff (5 Fehler), die Südtirolerin Dorothea Wierer (4) oder Lokalmatadorin Hanna Öberg (5) – streuten indes Fehler um Fehler ein. Auch mit einem abschließenden „Nuller“ am Schießstand wäre der dritte Weltcup-Einzelsieg für Hauser außer Reichweite gewesen, da Einzel-Weltmeisterin Davidova in der Loipe deutlich schneller unterwegs war. Dritte wurde die Deutsche Denise Herrmann (1/+1:23,0).

Die weiteren Österreicherinnen Julia Schwaiger (51.), Dunja Zdouc (62.), Debütantin Anna Juppe (81.) und Christina Rieder (93.) verpassten vor Zuschauern – in Schweden gelten trotz der Corona-Pandemie keine Einschränkungen – deutlich die Punkteränge der Top 40. Bei den Männern wurde David Komatz (33.), Julian Eberhard tat sich bei seinem Weltcup-Comeback schwer (71.). Magnus Oberhauser absolvierte sein Weltcup-Debüt auf Platz 89.

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