Hausgemachte Pflanzendrinks

Reich an Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen: Nüsse, Samen und Getreideflocken stellen eine wertvolle Ergänzung zu einer gesunde Ernährung dar und sind deshalb auch bei vielen Menschen im Müsli, im Brot und Gebäck oder als gesunde Knabberei am Tisch zu finden. Aus gerade diesen kleinen Energiebringern lassen sich auch sogenannte Pflanzendrinks herstellen – im Aussehen und in der Konsistenz ähnlich wie Milch, im Geschmack jedoch ganz anders. Der Nährstoffgehalt der Pflanzendrinks ist natürlich nicht so hoch wie in den Grundzutaten, trotzdem enthalten sie noch eine Menge an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen.

Selbst gemachte Pflanzenmilch aus Mandeln, Hafer und Cashewkernen
Selbst gemachte Pflanzenmilch aus Mandeln, Hafer und Cashewkernen © Nimmervoll

Mittlerweile sind Pflanzendrinks nicht mehr bloß in ausgewählten Bioläden, sondern in fast jedem Supermarkt zu finden. Obwohl diese Fertigprodukte praktisch sind, enthalten sie oft viel Zucker. Dieser Zucker entsteht durch Fermentation, weswegen diese Drinks als „ungesüßt“ und „ohne Zuckerzusatz“ verkauft werden dürfen. Zudem werden sie häufig ultrahocherhitzt, wodurch viele gesunde Inhaltsstoffe verloren gehen.

Wer das vermeiden will, kann Drinks aus Mandel, Hafer, Cashew und mehr relativ einfach selbst herstellen: Es braucht ein Grundrezept, Equipment und nur wenige Zutaten. Bevor gestartet wird, müssen Nüsse, Samen und Getreide eingeweicht werden — Mandeln, Haselnüsse und Getreidekörner mindestens acht Stunden, Cashewnüsse und Samen zwei Stunden. Bei Getreideflocken und geschälten Hanfnüssen ist keine Einweichzeit erforderlich.

Das Einweichwasser wird anschließend weggekippt und die Nüsse und Körner mit Wasser abgespült. Bei ganzen Nüssen und Getreidekörnern benötigt man zur Herstellung von Pflanzendrinks einen Hochleistungsmixer. Getreideflocken hingegen schaffen auch der einfache Haushaltsmixer oder ein Pürierstab. Zum Aussieben wird ein sehr feines Sieb, ein Musselintuch oder ein Nussmilchbeutel bzw. Passiertuch verwendet.

Die fertigen Pflanzendrinks kann man pur oder im Kaffee trinken oder als vegane Variante zum Kochen und Backen verwenden. Je nach Geschmack kann sie auch noch mit Datteln, Honig oder Agavendicksaft gesüßt oder mit verschiedenen Gewürzen wie Zimt, Vanille oder Kardamom verfeinert werden. Im Kühlschrank hält der Pflanzendrink etwa drei bis vier Tage. Da der selbst gemachte Pflanzendrink keine Stabilisatoren enthält, können sich Wasser und Pflanzenteile nach längerem Stehen wieder trennen – die Flasche dann einfach kräftig schütteln.


 

Grundrezept für Pflanzendrinks

(mit ganzen Nüssen und Getreide/für Hochleistungsmixer)

Zutaten für etwa einen Liter: 250 g Nüsse oder Samen oder 150 g Getreide, 1 Liter Wasser, 1 Prise Salz

Zubereitung: Nüsse, Samen oder Getreidekörner in einer Schale mit Wasser einweichen. Anschließend durch ein Sieb abseihen und abspülen. Nüsse, Samen oder Getreide dann in den Hochleistungsmixer geben, 1 Liter Wasser und Salz beimengen und etwa eine halbe bis eine Minute auf höchster Stufe mixen. Je nach Geschmack Datteln, Honig oder anderes Süßungsmittel und Gewürze zugeben. Die fertige Mischung dann durch ein feines Sieb, Musselintuch oder Passiertuch in einen Krug oder eine Flasche gießen.

 

Grundrezept für Pflanzendrink

mit Getreideflocken

Zutaten: 150 g feine Getreideflocken, 1 Liter Wasser, 1 Prise Salz

Zubereitung: Die Getreideflocken in 1 Liter Wasser streuen und kurz weichen lassen (ein paar Minuten reichen schon aus). Salz und ev. Süßungsmittel beigeben und mit dem Haushaltsmixer oder Pürierstab gut mixen, bis eine schaumig-feine Mischung entsteht. Dann durch ein feines Sieb oder Passiertuch in einen Krug oder eine Flasche filtern.

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