Haydn Chamber Ensemble: Nostalgia

Auf seiner zweiten, diesmal mit „Nostalgia“ betitelten CD bei Gramola setzt das Haydn Chamber Orchestra auf Klaviertrios von Buenos Aires bis Moskau. 2013 als klassisches Klaviertrio gegründet, hat es seinen Sitz in Wien und Eisenstadt, wo es einen eigenen Kammermusikzyklus bei den Haydn Festspielen erhielt.

Das gängige Triorepertoire wurde laufend durch Werke neuer Musik erweitert, sodass in den letzten Jahren bis zu 15 Uraufführungen vom Haydn-Kammerorchester zu hören waren. Daneben unternahm das Ensemble Konzertreisen nach China, Japan und Korea. Man darf sich also noch vieles erhoffen von den Musikern Cornelia Löscher (Violine), Luca Monti (Klavier) und dem Triogründer am Cello Hannes Gradwohl. Bei ihrem Musizieren geht einem das Herz über, so viel natürliches Integrationstalent, Stilsicherheit und Emotionsstärke bei aller Unaufdringlichkeit einer atemberaubenden Technik überwältigt einen. Das unterschiedliche Programm brauchte genau diesen Einsatz.

Astor Piazzollas Rahmenstücke in ihrer Kombination von klassischer Musik und Jazz-Elementen, bearbeitet von José Bragato, lenkten das Interesse im ganz anderen Mittelteil auf je ein russisches einsätziges Trio von Rachmaninoff und Dmitri Schostakowitsch, emotional empfundene Frühwerke, gefolgt vom Ungarischen Tanz Nr. 6 aus den insgesamt 21 Tänzen von Brahms.

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