Heimische Exporte brechen heuer um 12,4 Prozent ein

Das Expertengremium des Kompetenzzentrums Forschungsschwerpunkt Internationale Wirtschaft (FIW) sieht coronabedingt für die Weltwirtschaft heuer eine seit dem zweiten Weltkrieg einzigartige Schrumpfung von 4,5 Prozent. Die heimischen Waren- und Dienstleistungsexporte brechen 2020 – verglichen mit 2019 – real um 12,4 Prozent ein, schreibt das FWI im nun veröffentlichten Oktober-Update zu einer Analyse vom Februar – also noch vor dem zweiten Lockdown.

Die Gesamtimporte schrumpfen im selben Beobachtungszeitraum real um 10,6 Prozent. Da die Ausfuhren stärker von der COVID-19-Pandemie betroffen sind als die Einfuhren, werde der Beitrag der Nettoexporte zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum somit im Jahr 2020 mit einem Minus von 1,3 Prozentpunkten relativ deutlich negativ ausfallen. Voriges Jahr war der Beitrag der Nettoexporte zum BIP-Wachstum mit plus 0,4 Prozentpunkten noch leicht positiv ausgefallen.

Die Außenhandelsbeziehungen Österreichs tragen somit zum Teil zur gesamtwirtschaftlichen Rezession bei, schreibt das FIW. Für das Jahr 2021 gehen die durchgeführten kurzfristigen Prognosen von einem kräftigen Wachstum aus. Dieses könne jedoch die Verluste aus dem heurigen Jahr nicht vollständig kompensieren.

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