Heimische Musiker in Japan gefragt

Oö. Quartett konzertiert zu Weihnachten im „Land der aufgehenden Sonne“

Tobias Wögerer (oben) spielt mit seinem Vater Martin Wögerer (kl. Foto) rund um Weihnachten in Japan.
Tobias Wögerer (oben) spielt mit seinem Vater Martin Wögerer (kl. Foto) rund um Weihnachten in Japan. © R. Winkler

Von Astrid Braun

Vier Oberösterreicher begeben sich zur Weihnachtszeit auf eine besondere Reise ins ferne „Land der aufgehenden Sonne“. Sopranistin Anna Maria Pammer, Hornist Klaus Leherbauer, Klarinettist Martin Wögerer und sein Sohn, Cellist und Dirigent Tobias Wögerer wurden eingeladen, um im Süden Japans in der Präfektur Miyazaki beim Mozart-Festival rund um den Geburtstag des Kaisers Akihito (23. Dezember) ihr musikalisches Können einzubringen.

Oberösterreicher dirigiert

„Der künstlerische Leiter Isamu Magome war vor rund 30 Jahren Fagottist im Bruckner Orchester. Er denkt an seine alten Freunde und lädt uns alle zwei, drei Jahre zum Konzert ein“, erklärt Martin Wögerer, der sich hauptberuflich mit Brücken- und Tunnelbau beschäftigt, früher Klarinette im Nebenfach studierte und seinem Hobby bis heute mit Ernsthaftigkeit und Freude nachgeht. Sein Sohn Tobias hat Cello studiert und bildet sich derzeit in Weimar als Dirigent weiter. Weihnachten verbringt die Familie heuer also getrennt. „Früher ging es sich aus, dass wir die Mette am 24. Dezember in Österreich nach unserer Rückkehr noch erwischt haben. Heuer geht sich das nicht aus“, so Martin Wögerer. Die Reise beginnt am 17. Dezember. Am 22. und 23. Dezember steht Kammermusik auf dem Programm. In einem Konzert wird das Septett von Ludwig van Beethoven mit dem Wögerer-Duo (Cello und Klarinette) zum Besten gegeben. Im anderen Konzert erklingt u. a. das Beethoven-Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott. Im Haupt-Konzert am 24. Dezember dirigiert Tobias Wögerer das Orchester der Musikhochschule Tokio. Als Hauptwerke sind die Egmont-Ouverture und die Messe in C-Dur von Beethoven geplant. Danach heißt es für den oö. Dirigenten Autogramme schreiben: „In Japan ist es üblich, dass der Dirigent direkt nach dem Schlussapplaus ins Foyer kommt, wo sich alle Autogramme holen“, betont der stolze Papa.