Heimischer Buchmarkt mit Umsatzminus im ersten Halbjahr

Die Halbjahres-Verkaufsbilanz des österreichischen Buchhandels fällt zwar weniger dramatisch aus als durch die Coronapandemie erwartet, schlägt jedoch immer noch mit einem Minus von 8,6 Prozent zu Buche. Das geht aus Daten des Hauptverbands des österreichischen Buchhandels (HVB) hervor. Grund ist ein “erfreulicher Zuwachs” im Juni – nach der Wiedereröffnung – um 14,4 Prozent.

Das Minus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Jänner bis Juni) zieht sich dabei durch beinahe alle Warengruppen. Die größten Verluste verzeichnete das Segment Reise (minus 38,2 Prozent), gefolgt von Sozialwissenschaften/Recht (minus 14,8 Prozent) und dem Sachbuch (minus 11,7 Prozent). Einzig das Kinder- und Jugendbuch überraschte im ersten Halbjahr mit einem Plus von 3,2 Prozent. Der Bereich Belletristik verzeichnete Einbußen von 8,3 Prozent, das Hörbuch ein Minus von 14,4 Prozent.

Besonders stark war der Einbruch der Umsätze im März und April – zeitgleich mit dem Beginn und Höhepunkt der Corona-Maßnahmen. Hier verzeichnete man ein Minus von 24,3 Prozent im März, im April stieg das Minus sogar auf 31,8 Prozent. “Höhere Verluste konnten durch den raschen Umstieg auf Online-Shops vermieden werden, der stationäre Buchhandel hat richtig und schnell reagiert”, wie es heißt. Der Mai brachte mit einem Minus von 5 Prozent “erste Anzeichen der Erholung des Buchmarktes”, bevor im Juni ein Plus von 14,4 Prozent verzeichnet wurde.

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