Helge Schneider: Partypeople (beim Fleischer) (Cable Car Records)

Abgehackte Saxofon-Sounds, eine gezupfte Geige, ein bisschen Schlagzeug — und dann bittet Helge Schneider auch schon zum Tanz. „Dääääänce to the music“, krakeelt der Komiker — und eröffnet so sein neues Album „Partypeople (beim Fleischer)“. Es folgen: Plaudereien über Fleischwurst und Lottogewinne, nachdenkliche Instrumentalstücke und eine Menge Jazz-Klamauk. Warum die Partygesellschaft ausgerechnet beim Fleischer gelandet ist, weiß Schneider selbst nicht. Man weiß ja nie, wo man landet. „Der Faktor des Spaßmachens ist für mich das Wichtigste“, sagt der Spaßvogel über die Entstehung seiner Platte. Wenn es einem dann hinterher noch gefalle, habe man Glück gehabt. Sein Album ist eine Eigenproduktion von A bis Z — wie gewohnt spielt Schneider fast alle Instrumente selbst, nicht einmal einen Tontechniker hat er engagiert. Ob er beim Aufnehmen viel improvisiere? „Auf jeden Fall, eigentlich fast nur.“ Und doch hat der Unsinn eines Helge Schneider mehr als 30 Jahre nach seinem ersten Album immer auch eine tiefere Botschaft. Von Altersmüdigkeit ist dem Künstler, der im kommenden Jahr seinen 65. feiern wird, jedenfalls nichts anzumerken. Im Oktober schaut er übrigens auch wieder in Österreich vorbei: am 23. Oktober in Graz, am 24. und 25. Oktober in Wien, tags darauf in Salzburg und schließlich am 27. Oktober in Innsbruck. ls

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