Herbstzeit ist Migräne-Zeit

Das quälende Gefühl von Kopfschmerzen ist vielen bekannt. Während es für die meisten bei unregelmäßigen Episoden bleibt, haben Migräne-Patienten oft mit mehr als einem brummenden Schädel zu kämpfen. Die neurologische Erkrankung tritt häufig in Kombination mit anderen Symptomen wie Übelkeit und Sehstörungen auf und hat nicht zuletzt aufgrund des wechselhaften Wetters im Herbst Hochsaison.

Laut aktueller Studie leiden 13 Prozent der Österreicher an Migräne, wobei Frauen drei Mal so häufig betroffen sind als Männer. Für Migräne-Patienten kann die goldene Jahreszeit schnell zur Qual werden: Vermehrt auftretende Wetterumschwünge und Luftdruckveränderungen bedeuten ein erhöhtes Schmerzrisiko.

Die Online-Apotheke ApoMed.at erklärt, was sie tun können, um sich das Leben zu erleichtern. Auch Faktoren wie Stress, Veränderungen im Hormonhaushalt oder die Ernährung sind zu beachten – so können etwa bestimmte Lebensmittel wie Rotwein oder manche Käsesorten Migräne-Attacken auslösen.

All das sind sogenannte Trigger-Faktoren. „Besonders in der Altersgruppe zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr ist diese meist erblich veranlagte Erkrankung sehr weit verbreitet“, weiß der Schwertberger Apotheker Christoph Hoyer, der mit ApoMed.at auch eine Online-Apotheke betreibt.

Unterschiede zeigen sich vor allem in der Regelmäßigkeit und Dauer. Während bei manchen nur einmal pro Jahr ein Anfall auftritt, leiden andere beinahe täglich an Migräne-Beschwerden. Üblicherweise dauert eine Episode zwischen vier und 72 Stunden.
Laut der WHO zählt Migräne zu den zehn belastendsten Erkrankungen weltweit. „Für Migräne typische Symptome sind anfallsartig auftretende, pulsierende, starke Kopfschmerzen, die sich zumeist durch Bewegung verschlimmern“, so Hoyer.

Häufig sind auch Übelkeit, Erbrechen sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit. Oftmals lassen sich Anfälle durch bestimmte Vorboten erkennen. Dazu zählen etwa Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, Müdigkeit oder Konzentrationsstörungen. In knapp zehn bis 15 Prozent der Fälle kommt es zur sogenannten Migräne mit Aura: Dabei können Sehstörungen, Sprachstörungen, Kribbeln im Körper, Lähmungserscheinungen und Schwindel auftreten.

Sinnvolle Rituale

Um die Symptome einer Migräne zu lindern, gibt es zahlreiche medikamentöse und auch nicht-medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten. Idealerweise begibt man sich beim Auftreten von Vorboten oder Symptomen in eine stille und dunkle Umgebung. Außerdem kann Wechselduschen helfen, die Durchblutung anzuregen. Zudem wirken kalte Fußbäder erleichternd. „Langfristig sollte man unbedingt versuchen, bekannte Trigger zu vermeiden.

Auch eine geregelte Lebensweise, Ausdauersport, Entspannungsübungen und die Vermeidung von Stress können positive Auswirkungen haben“, weiß Hoyer. Leichte Migräne-Anfälle können mit rezeptfreien Wirkstoffen wie Acetylsalicylsäure oder nicht steroidalen Antirheumatika behandelt werden.

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Hier sollte allerdings unbedingt eine Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen, da es zu Nebenwirkungen kommen kann. Reichen nicht-medikamentöse Behandlungsmethoden nicht mehr aus, können in der Regel sogenannte Triptane helfen. Eine natürliche Alternative zur Behandlung der Migräne stellt das Mutterkraut dar, das aus dem östlichen Mittelmeerraum und Westasien stammt. In vielen Fällen kann es nützlich sein, mit dem behandelnden Arzt eine Migränetherapie zu entwickeln. Auch das Führen eines Migräne-Tagebuchs erweist sich oft als hilfreich.

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