Herzprobleme im Wasser: 51-Jähriger gerettet

Innviertler hatte mit letzter Kraft ans Ufer schwimmen können und war dann eingeschlafen — Passanten entdeckten den Mann Stunden später

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Nautik_Boot_Weyregg2.jpg © ÖWR

GMUNDEN/SCHÖRFLING — An Hitzetagen, wie sie derzeit herrschen, sind auch Wasserretter oft gefordert. Am Wochenende wurde am Traun- und Attersee bei zwei großen Einsätzen nach vermissten gesucht — im ersten Falle war der Gesuchte zum Glück gar nicht in Not. Doch am Attersee konnte am Samstag ein 51-Jähriger gerettet werden. Der Innviertler, der gemeinsam mit seiner Partnerin angereist war, hatte am Abend beim Schwimmen Herzprobleme bekommen und sich mit letzter Kraft ans Ufer — an eine nicht öffentlich zugänglich Stelle — retten können. Dort schlief er jedoch aus Erschöpfung ein. Als der Mann nicht zurückkam, suchte die Lebensgefährtin zunächst mit einem Bekannten die nähere Umgebung ab und verständigte in der Folge die Einsatzkräfte. Retter der Stützpunkte Weyregg, Litzlberg, Nussdorf und Unterach rückten an, auch Einsatzboote der Feuerwehren Schörfling, Seewalchen und Weyregg, sowie Feuerwehrtaucher waren im Wasser.

Gegen 22 Uhr entdeckten Bewohner den am Ufer liegenden Mann und machten die Suchteams auf ihn aufmerksam. Nach der Versorgung durch den Notarzt wurde der 51-Jährige, der von den Strapazen gezeichnet und desorientiert war, ins Klinikum Vöcklabruck gebracht.

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Segelnder Sohn war gar nicht in Not

Aufregung gab es am Abend zuvor auch am Traunsee. Dort alarmierte ein Vater die Einsatzkräfte, weil sein Sohn (38) nicht vom Segeln zurückgekehrt war. Der 38-Jährige aus dem Bezirk Vöcklabruck hatte gemeinsam mit Mitgliedern seines ehemaligen Segelkurses am frühen Nachmittag einen Ausflug unternommen. Die Gruppe segelte von Rindbach aus zur „Zeckeninsel“ am Ostufer des Sees. Auf Grund der vorherrschenden Windstille blieben die Segler vor Ort, um auf „Ober-Wind“ zu warten, der gegen 23 Uhr erwartet wurde.

Der Vater wusste aber nichts von den Freunden, sondern nur, dass der 38-Jährige mit seiner Jolle am Wasser war. Ein Handy hatte der Junior keines dabei. Da der Vater einen Unfall befürchtete, verständigte dieser die Polizei. An der folgenden Suche waren die Feuerwehren Ebensee, Rindbach, Traunkirchen, Altmünster und Gmunden sowie die Wasserrettung Ebensee, Traunkirchen und Gmunden beteiligt, Auch der Polizeihubschrauber „Libelle 4“ wurde alarmiert. Gegen 22.30 kam die Entwarnung: Die Gruppe wurde von Ebenseer Feuerwehrleuten auf der Insel entdeckt. Sie befand sich zu keiner Zeit in Seenot.