Hier angenehmes, dort brisantes Wiedersehen

Champions League: Liverpool zurück in Madrid, Tuchel mit Paris SG erstmals in Dortmund

Thomas Tuchel
Thomas Tuchel © AFP/Fife

Atletico Madrid – FC Liverpool: Die „Reds“ kehren heute an die Stätte ihres großen Triumphs zurück, gewannen sie doch am 1. Juni 2019 im Stadion Wanda Metropolitano der spanischen Hauptstadt mit einem 2:0-Finalerfolg über Tottenham Europas Königsklasse.

„Es ist ein positives Gefühl, wenn wir an den Ort denken“, freute sich Liverpool-Trainer Jürgen Klopp auf dieses Wiedersehen. Der übrigens trotz der sagenhaften Rekordsaison in der englischen Premier League mit 25 Siegen und einem Remis aus 26 Spielen Juventus zum Titelfavoriten Nummer eins erklärte.

Klopp lobte Juves große Qualität

„Sie haben den größten Kader, den ich je in meinem Leben gesehen habe“, betonte der Deutsche. „Da ist viel Qualität dabei, es ist verrückt. Ich kann nicht verstehen, warum sie die Serie A nicht mit zehn Punkten Vorsprung anführen.“ Dem hielt Juve-Coach Maurizio Sarri entgegen: „Jürgen ist einer der cleversten und lustigsten Menschen, die ich je kennengelernt habe. Er schiebt die Favoritenrolle von sich“, erläuterte der Italiener. „Jürgen sagte auch, dass er nicht viel italienischen Fußball schaut, das erklärt seine Verwirrung.“

Brisante Tuchel-Rückkehr nach Dortmund

Fakt ist, dass Liverpool gegen Atletico definitiv Favorit ist, haben die „Rojiblancos“ doch nur eines ihrer sechs jüngsten Pflichtspiele gewonnen und werden sie von argen Verletzungproblemen geplagt. Doch auch das wiegelte Klopp ab: „Ich bin lange genug dabei, um zu wissen, dass alles möglich ist.“

Borussia Dortmund – Paris SG: Im zweiten Duell des heutigen Abends kommt es zum brisanten Auftritt von Thomas Tuchel (als Paris-Cheftrainer) in Dortmund. Nach dem Triumph 2017 schied Tuchel im Unfrieden, der Kontakt zum Ex-Klub ist völlig abgerissen. Sogar vom Eiszeit-Gipfel war da in deutschen Medien die Rede.

Es ist dies aber auch das Aufeinandertreffen der beiden torgefährlichsten Mannschaften in Europas Top-Ligen. Der BVB hat in 22 Partien 63 Treffer erzielt, Paris SG in 25 sogar 67. „Da ist insgesamt enormes Offensivpotenzial. Eine Mannschaft, die einige Dinge sehr gut beherrscht“, weiß Dortmund-Trainer Lucien Favre. Er steht wie sein Gegenüber unter Druck, soll aber „nur“ die Meisterschaft holen. In Paris hofft man endlich auf den großen internationalen Triumph, dem man seit Jahren hinterherhechelt.

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