Hilfe für Lehrlinge und Hochbetagte

ÖAAB und Seniorenbund formulieren Wünsche an neue Bundesregierung

Arbeitstreffen der AK-Fraktionssprecher in Graz (v. l.): Franz Haberl (Stmk), Johann Grünwald (Sbg), Cornelia Pöttinger (OÖ), Josef Hager (NÖ) und Günther Ruprecht (Stmk).
Arbeitstreffen der AK-Fraktionssprecher in Graz (v. l.): Franz Haberl (Stmk), Johann Grünwald (Sbg), Cornelia Pöttinger (OÖ), Josef Hager (NÖ) und Günther Ruprecht (Stmk). © ÖAAB

Während die Koalitionsverhandlungen zwischen Türkis und Grün auf Hochtouren laufen, mehren sich bereits die Forderungen an eine neue Regierung. Sowohl die Arbeitnehmervertreter als auch die Senioren meldeten sich dazu am Freitag zu Wort.

Der oö. Seniorenbund-Obmann LH a. D. Josef Pühringer hat bereits konkrete Vorstellungen: „Die Umsetzung eines umfassenden Pflegekonzeptes steht dabei ganz oben.“ So werde sich die Zahl jener, die 85 Jahre und älter sind, allein in OÖ von aktuell 36.900 bis 2040 auf 70.500 Personen nahezu verdoppeln — mit einem Plus von 33.600 bei den Hochbetagten, daher „sind eine Personaloffensive, der Ausbau der Mobilen Dienste samt leistbarer 24-h-Pflege sowie eine Neubewertung der Demenz ein Muss“, so Pühringer.

Null-Zins-Politik beenden

Weiters solle sich die neue Regierung in Brüssel für ein Ende der Null-Zins-Politik stark machen, weil „niedrige Sparzinsen vor allem für die ,kleinen’ Sparer eine brutale Vermögenssteuer sind“, so Pühringer. Faire Pensionen und deutliche Erhöhungen für Mindestbezieher würden 1:1 in die Wirtschaft zurück fließen. Senioren könnten zudem einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels leisten, denn mit der Pensionierung geht oft auch viel Wissen und Know-how „in Pension“.

Pendlerförderung

Bei einem Arbeitstreffen in Graz formulierten die Spitzen der Arbeiterkammer-Fraktionen vom Team ÖAAB-FCG aus den Bundesländern OÖ, NÖ, Steiermark und Salzburg ihre Wünsche: „Neben der raschen Fortsetzung der Steuerentlastung und der Lösung der Herausforderungen in der Pflege braucht es gezielte Verbesserungen für alle Arbeitnehmer“, ist sich die oö. Fraktionssprecherin Cornelia Pöttinger mit den anderen Bundesländer-Vertretern einig. Konkret fordern sie die Erhöhung der Mindestlehrlingsentschädigung auf 700 Euro, eine Weiterentwicklung der Pendlerförderung sowie Verbesserungen bei der Aus- und Weiterbildung.

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