Hilfreicher Schutz durch Impfung

Covid-Experte Bernd Lamprecht beantwortet Leser-Fragen zum Corona-Vakzin

Lungen-Primar Bernd Lamprecht
Lungen-Primar Bernd Lamprecht © ÄKOÖ

Immer wieder erreichen uns Anfragen von Lesern, die in Sachen Corona-Impfung sehr skeptisch sind. Covid-Experte Bernd Lamprecht vom Kepler Uniklinikum in Linz klärt für die VOLKSBLATT-Leser auf:

Stimmt es, dass die Corona-Impfstoffe noch gar nicht richtig zugelassen und damit eigentlich experimentell und nicht richtig erforscht sind?

LAMPRECHT: Nein, diese Impfstoffe sind zugelassen, es gibt vielzählige Studienergebnisse und zudem umfassende Anwendungsbeobachtungen nach inzwischen mehreren Milliarden Impfungen weltweit.

Sind die Impfstoffe gegen Covid-19 genmanipuliert?

Die derzeit verfügbaren Impfstoffe arbeiten mit der genetischen Information für bestimmte Merkmale des Virus, aber in das menschliche Erbgut, die sogenannte DNA, wird dabei nicht eingegriffen.

Bedeutet das, dass die Impfstoffe auch meine Gene verändern?

Nein, das ist ausgeschlossen.

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Könnten die Impfstoffe in einigen Jahren eine Krebserkrankung bewirken?

Die Wirkweise der Impfstoffe hat keinen vorstellbaren Einfluss auf die Entstehung einer Krebserkrankung.

Stimmt es, dass es schon Corona-Medikamente gäbe, diese aber bewusst nicht eingesetzt werden?

Mehr als 1600 verschiedene Wirkstoffe werden derzeit in klinischen Studien für die Behandlung von Covid getestet, lediglich 30 haben eine teilweise oder vollständige Zulassung. Noch ist darunter kein Präparat, das ähnlich verlässlich und ähnlich wirksam wäre wie die Schutzimpfung. In den nächsten Monaten ist aber mit Präparaten zu rechnen, die bei frühzeitiger Behandlung den Erkrankungsverlauf in einigen Fällen mildern oder verkürzen können.

Warum soll man jetzt auch Kinder impfen lassen? Die haben doch keine schweren Krankheitsverläufe.

Das Risiko von Kindern schwer an Covid zu erkranken, ist deutlich niedriger als bei Erwachsenen, es liegt ca. bei 1:1000, das heißt ein Kind von 1000 infizierten Kindern erleidet einen schweren Erkrankungsverlauf. Auch bei milden Verläufen sind langanhaltende Beschwerden im Sinne von Long Covid möglich und auch dies kann durch die Impfung vielfach verhindert werden. Zudem reduziert die Impfung das Risiko der Ansteckung und Übertragung.

Ist die Impfung einer Schwangeren für das ungeborene Kind gefährlich?

Die Impfung wird im zweiten und dritten Drittel (Trimenon) der Schwangerschaft klar empfohlen, da es keinen Hinweis für eine Gefahr, aber klare Belege für hilfreichen Schutz gibt.

Kann die Impfung unfruchtbar oder impotent machen?

Weder die Wirkweise der Impfstoffe noch die klinischen Studien oder inzwischen sehr umfassenden Anwendungsbeobachtungen seit Dezember 2020 geben dafür irgendeinen Hinweis.

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