Hilfswerk legt bei seiner Tour den Fokus auf pflegende Angehörige

Eine Million Menschen kümmern sich privat um pflegebedürftige Senioren

Hilfswerk-Obmann Hiegelsberger, GF Tischler (r.) mit Schirmherrin Ingrid Turkovic-Wendl: „Unterstützung annehmen bedeutet eine große Entlastung für die Pflegenden“, so Turkovic-Wendl.
Hilfswerk-Obmann Hiegelsberger, GF Tischler (r.) mit Schirmherrin Ingrid Turkovic-Wendl: „Unterstützung annehmen bedeutet eine große Entlastung für die Pflegenden“, so Turkovic-Wendl. © Cityfoto/Pelzinger

Die pflegenden Angehörigen will das OÖ Hilfswerk bei seiner heurigen „Family Tour“, die am Dienstag in Linz startete, in den Mittelpunkt rücken. Österreichweit kümmern sich eine Million Menschen um einen pflegebedürftigen Menschen.

Meist sind es Partner oder Kinder. In OÖ gibt es geschätzte 200.000 pflegende Angehörige, wie Geschäftsführerin Viktoria Tischler zum Tour-Auftakt betonte. Tendenz steigend – „zumindest noch bis zum Jahr 2056 werden die ‚Babyboomer‘, die nach und nach in Pension gehen, die Pflege fordern“, sagt Obmann LT-Präsident Max Hiegelsberger.

Dann sollten die Zahlen sinken. Aktuell werden acht von zehn Pflegebedürftige daheim betreut. „Würden öffentliche Einrichtungen nur um zehn Prozent steigen, wäre das nicht mehr zu finanzieren“, so Hiegelsberger.

Umso wichtiger ist es, dass die Angehörigen unterstützt werden, bzw. sie die Angebote auch annehmen. Immerhin gaben 2018 bereits 30 Prozent in einer Umfrage an, gesundheitlich und finanziell belastet zu sein.

Bereits 140.000 Menschen nehmen in Oberösterreich mobile Dienste der verschiedenen Organisationen in Anspruch. Das Hilfswerk ist hier einer der großen Anbieter: So etwa werden in der Hauskrankenpflege 2634 Kunden betreut, bei der mobilen Haus- und Heimhilfe sind es knapp 2300. Diese Angebote weiter bekannt zu machen, darum geht es bei der heurigen „Family Tour“, die bis 20. September noch achtmal in Oberösterreich gastiert.

Infos: www.hilfswerk.at

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