Hinteregger distanziert sich erneut von rechtem Gedankengut

Martin Hinteregger hat aktuell keinen Lauf © APA/HANS PUNZ

Österreichs Fußball-Teamspieler Martin Hinteregger hat sich erneut von rechtem Gedankengut distanziert, lässt den in die Negativschlagzeilen geratenen „Hinti-Cup“ aber trotzdem stattfinden. Wie der aktuell verletzte Fußballprofi am Freitag im ORF erklärte, geht das Juxturnier vom 16. bis 19. Juni in seinem Kärntner Heimatdorf Sirnitz allerdings ohne die geplanten Konzerte über die Bühne.

Hinteregger war am Donnerstag in Erklärungsnot geraten, nachdem seine Geschäftsbeziehung zum steirischen Lokalpolitiker Heinrich Sickl (FPÖ) medial thematisiert worden war. Sickl wird der extremen Rechte zugeordnet. Bis voriges Jahr saß Sickl für die FPÖ im Gemeinderat der Stadt Graz. Er hat unter anderem Räumlichkeiten an die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte Identitäre Bewegung vermietet und soll diese als Ordnungsdienst unterstützt haben.

„Den Fehler muss ich mir eingestehen, dass ich nicht recherchiert habe, wer er ist, welche Vorgeschichte er hat. Aber wer macht das schon? Das muss ich mir vorwerfen“, sagte Hinteregger in der ORF-Nachrichtensendung „Aktuell nach fünf“ und erklärte: „Der Herr Sickl war 30 Jahre nicht in Kärnten. Für viele meiner Generation (…) ist er absolut kein Begriff. Wenn man die Geschichte im Nachhinein gehört hat, dann ist es schon sehr schockierend.“

Hinteregger hatte bereits am Tag des Ungemachs betont, die Geschäftsbeziehung im Zuge der „Hinti Event GmbH“ mit sofortiger Wirkung” abzubrechen. Sickl hatte seinen Rückzug aus der Organisation des Turniers angekündigt und von Hetze gegen seine Person gesprochen.

Auch das Image des Frankfurt-Fanlieblings Hinteregger ist angeknackst. Der deutsche Bundesligist hat sich in der Vergangenheit immer wieder deutlich von rechten Gruppierungen und Parteien abgegrenzt. „Auf meiner Karriere wird es einen kleinen Kratzer hinterlassen“, meinte Hinteregger, der aktuell die ersten Spiele des Nationalteams unter Neo-Teamchef Ralf Rangnick aufgrund einer Verletzung verpasst. Ihn ins rechte Eck zu stellen, das betonte der 29-Jährige erneut, sei jedenfalls „absoluter Schwachsinn“.

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