Hirschers weißer Weltcup-Fleck

Wengen ist der einzige Technik-Klassiker, den er noch nicht gewonnen hat

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Auch in Wengen will Marcel Hirscher endlich als Erster über die Ziellinie kommen.
Auch in Wengen will Marcel Hirscher endlich als Erster über die Ziellinie kommen. © AFP/Coffrini

Von Roland Korntner

Er hat mittlerweile 52 Weltcup-Rennen gewonnen, 14-Weltcup-Kugeln — davon sechs große für die Gesamtwertung — erobert und in sechs WM-Rennen triumphiert. Ein Sieg in Wengen blieb Marcel Hirscher aber bisher (so wie einer bei Olympia) noch verwehrt. Es ist der einzige große Klassiker der Techniker, der ihm noch fehlt. Denn in Kitzbühel, Schladming, Val d’Isere, Garmisch-Partenkirchen, Zagreb, Sölden, Adelboden, Alta Badia, Lake Louise, Madonna oder Kranjska Gora ist Hirscher schon erfolgreich gewesen.

„Der Sieg ist natürlich das große Ziel, aber da liegen noch 120 Tore dazwischen und 60 oder 70 Konkurrenten, die etwas dagegen haben“, erklärte der Salzburger. Für ihn stehen im Berner Oberland bisher drei zweite und ein dritter Platz zu Buche. Im Vorjahr musste sich der 28-Jährige (nach zwei Ausfällen in den Jahren 2015 und 2016) nur seinem ewigen Slalom-Rivalen Henrik Kristoffersen um 0,17 Sekunden geschlagen geben, in den letzten Wochen waren die Hundertstel hingegen auf seiner Seite. Wissend, dass das Pendel auch wieder in die andere Richtung ausschlagen kann: „Wenn man fünf Hundertstel vorne ist, ist man definitiv nicht unschlagbar“, meinte Hirscher schon nach dem Sieg in Zagreb. Damals wie am Sonntag (10.15 und 13.15 Uhr/live ORF eins) ist neben Kristoffersen auch Teamkollege Michael Matt ein ganz heißer Rivale. Der Tiroler ist nach zuletzt drei zweiten Plätzen in Folge überfällig für seinen zweiten Sieg.