Hitzeschlacht rund um Österreich

Radsport: Wie Christoph Strasser beim Race Around Austria vierten Sieg einfahren will

Christoph Strasser will Österreich in weniger als dreieinhalb Tagen umrunden, dabei nur ein bis zwei Stunden schlafen.
Christoph Strasser will Österreich in weniger als dreieinhalb Tagen umrunden, dabei nur ein bis zwei Stunden schlafen. © RAA/Felix Roittner

Aufgrund der Corona-Vorschriften ohne Marktfest in St. Georgen, dafür mit hochkarätigem Rekord-Teilnehmerfeld geht die heurige elfte Auflage des „Race Around Austria“ über die Bühne.

Am Dienstag (11.8.) um 20.30 Uhr fällt in St. Georgen im Attergau der Startschuss für die Topathleten, die auf ihren High-Tech-Rädern im Einzelstart-Modus die 2200 Kilometer und 30.000 Höhenmeter auf den grenznahen Straßen rund um Österreich in Angriff nehmen.

Die zu erwartenden hohen Temperaturen erschweren die Aufgabe für die rund 270 Starter in Einzel- und Teambewerb (2er und 4er) zusätzlich. Dennoch rechnet Christoph Strasser, Sieger der Jahre 2014 bis 2016, dass für den Sieg eine Zeit von unter dreieinhalb Tage notwendig sein wird. „Aber alles unter vier Tagen ist top“, betonte der sechsfache Triumphator des berühmten „Race Across America“. Maximal fünfeinhalb Tage dürfen die Starter für die Strecke brauchen.

Die größten Konkurrenten des 37-jährigen Steirers sind Vorjahressieger Rainer Steinberger (D), 24-Stunden-Weltrekordler (915,39 km) Ralph Diseviscourt (LUX) und Newcomer Robert Müller (D), der als Geheimfavorit gilt.

Der Weg zum Sieg

Zwei Betreuerteams mit drei Leuten werden Strasser abwechselnd im zwölf Stundenrhythmus auf seinem Weg begleiten. Ein Arzt bzw. Physiotherapeut kümmert sich um die Gesundheit und Verpflegung, die anderen sind „gute Autofahrer, Navigatoren und Entertainer“. Bis zum Zieleinlauf am Samstag will der Steirer mit ein bis zwei Stunden Schlaf, die er auf einer dünnen Schaumgummimatte hält, auskommen. „Die Sache mit dem Schlaf ist eine Willens- und Motivationsfrage.“

Hobbysportlern, die eine derartige Herausforderung annehmen wollen, rät er aber vor allem zur optimalen körperlichen Vorbereitung, denn „nur mit dem Kopf schafft man das nicht. Wenn man gerne Schmerzen hat, ist das nicht der richtige Sport“, schmunzelte der Extremsportler. Es gehe darum, so zu fahren und zu reagieren, dass man möglichst wenig Schmerzen hat.

RAA 2020

Start (11.8., ab 9.30) und Ziel in St. Georgen/Attergau

Klassen: Einzel, 2er-Teams, 4er-Teams (2200 km, 30.000 Hm)

Infos/Livestream/Livetracking: www.racearoundaustria.at

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