Hitzewelle hält nicht nur im Süden Feuerwehren auf Trab

Südwestlich von Berlin ist ein ehemaliger Truppenübungsplatz betroffen

Ein Flammenmeer in Pumarejo de Tera nahe Zamora in Spanien.
Ein Flammenmeer in Pumarejo de Tera nahe Zamora in Spanien. © AFP/Manso

Die für Juni extrem hohen Temperaturen haben die Waldbrandgefahr dramatisch erhöht. In Spanien, Frankreich, Griechenland und Deutschland haben die Florianis mit großen Feuersbrunsten zu kämpfen.

Während die Spanier nach einer 40-Grad-Hitzewelle etwas aufatmen können, wüten die in den vergangenen Tagen ausgebrochenen Waldbrände weiter. Die Lage in Navarra war am Sonntag laut Regionalregierung mit fünf aktiven Bränden weiter „sehr kritisch“. Die Bewohner mehrerer kleinerer Orte wie Etxarren, Arzoz, Muskiz oder San Martín de Unx seien in Sicherheit gebracht worden. Der schlimmste Brand im Gebirgszug Sierra de la Culebra unweit der Grenze zu Portugal im Nordwesten Spaniens konnte dank niedrigerer Temperaturen und Regenfälle unter Kontrolle gebracht werden. Dort waren rund 25.000 ha Wald vernichtet worden. Auch in Katalonien entspannte sich die Lage.

Ein Waldbrand im Westen der Insel Euböa hat die griechische Feuerwehr in der Nacht zum Sonntag in Atem gehalten. Wegen starker Winde breiteten sich die Flammen schnell aus. Am Morgen waren fünf Löschflugzeuge sowie 150 Feuerwehrleute mit 32 Löschzügen im Einsatz. Ein Dorf wurde evakuiert. Im südfranzösischen Departement Tarn brachen alleine am Samstag drei Brände aus.

Eine zusätzliche Gefahr stellt bei einem Waldbrand südwestlich von Berlin die Tatsache dar, dass es sich um einen ehemaligen Spreng- und Übungsplatz handelt. 20 Einwohner eines Ortsteils von Treuenbrietzen mussten ihre Häuser verlassen. Wegen der dort liegenden Munition und Kampfmitteln kommen die Feuerwehrleute nicht direkt an den Brand, der sich auf 100 bis 110 ha ausgebreitet hat, heran. Denn es kann jederzeit eine im Boden versteckte Munition hochgehen.

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