Hobby-Jäger dürfen keine Schalldämpfer verwenden

Gericht: Gehörschutz mit anderen Maßnahmen möglich

LINZ/BRAUNAU — Ein Hobby-Jäger, der bei seiner weidmännischen Tätigkeit einen Schalldämpfer verwenden wollte, ist mit seinem Anliegen vor dem Landesverwaltungsgericht (LVwG) OÖ abgeblitzt. Begründung: Er sei kein hauptberuflicher Jäger und er könne zudem sein Gehör auch mit anderen Maßnahmen schützen.

Im Waffengesetz ist prinzipiell ein Verbot von Schalldämpfern verankert. Ausnahmebewilligungen sind aber möglich, wenn man ein „überwiegend berechtigtes Interesse“ nachweisen kann. In der Regel wird das Berufsjägern aus Gründen des Arbeitnehmerschutzes zugestanden. Allerdings wies das Gericht darauf hin, dass selbst Berufsjäger Schalldämpfer nur dienstlich und nicht zur privaten Jagdausübung verwenden dürfen.

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Der beschwerdeführende Jäger hatte bei der Bezirkshauptmannschaft Braunau eine Ausnahmegenehmigung beantragt. Er begründete sein Anliegen damit, dass er sein Gehör schonen wolle. Die Behörde lehnte das aber ab, sie sah „kein überwiegendes berechtigtes Interesse zur Verwendung eines Schalldämpfers“. Der Mann erhob gegen diesen Bescheid Beschwerde beim LVwG.