Höchster Anstieg bei den Neuinfektionen seit fünf Monaten

403 Personen haben sich binnen eines Tages mit dem Virus angesteckt

Zuletzt haben sich wieder deutlich mehr Österreicher mit dem Coronavirus angesteckt.
Zuletzt haben sich wieder deutlich mehr Österreicher mit dem Coronavirus angesteckt. © RioPactura Images - stock.adobe.com

WIEN — Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist von Mittwoch auf Donnerstag um 403 gestiegen. Das ist der höchste Zuwachs innerhalb eines Tages seit dem 3. April, wie das Innen- und das Gesundheitsministerium gestern bekannt- gaben. Den stärksten Zuwachs gab es neuerlich in Wien mit 203 neuen FällenZugleich sind 351 Österreicher binnen eines Tages wieder gesundet, womit sich die Zahl der aktiv Infizierten von 3415 auf 3466 erhöht hat.

In Oberösterreich haben sich 29 Personen angesteckt. Während im Linzer Uniklinium, wo am Montag ein Turnusarzt positiv auf Covid-19 getestet worden war, keine weiteren Fälle aufgetreten sind, wurden im Ordensklinikum der Elisabethinen sechs Pflegemitarbeiter positiv getestet. Die Stadt Linz rief indes Kunden des „Thalia“- Store auf der Landstraße auf, ihren Gesundheitszustand zu beobachten. Ein Mitarbeiter, der am Freitag und am Samstag in der Bastelabteilung Dienst hatte, wurde positiv getestet.

Erste Ampelschaltung mit unbekannten Folgen

Heute wird die mit Spannung erwartete erste Schaltung der Corona-Ampel erfolgen, wobei das Ergebnis per Webseite publiziert wird. Unbekannt sind vor der Premiere die Konsequenzen, die mit den vier möglichen Farben erfolgen werden. Das Prozedere vor der Zuweisung einer Farbe von Grün (niedriges Risiko) bis Rot (sehr hohes Risiko) wurde wie berichtet vor einer Woche bei einer Generalprobe getestet.

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Während es in der Hand der Politik liegt, welche Farbe vergeben wird, muss noch die Frage nach den Maßnahmen für „bestimmte Orte“ – dazu zählen etwa Sportplätze, Spielplätze oder Uferbereiche – geklärt werden. Diese werden vom Gesundheitsminister bundesweit und von Landes- und Bezirkshauptleuten auf regionaler Ebene geregelt. Maßnahmen für „Betriebsstätten“ (z. B. Gastronomie- und Freizeitbetriebe, Beherbergungsbetriebe) können ebenfalls entweder bundesweit oder regional angeordnet werden.

Laut einer Umfrage der Uni Klagenfurt bereitet aber nicht die Corona-Pandemie, sondern die Klimaerwärmung den Österreichern die größten Zukunftsängste. Im Juni haben sich 60 Prozent für eine Verankerung des Klimaschutzes als Staatsziel in der Bundesverfassung ausgesprochen. 57 Prozent sind für eine Ökologisierung des Steuersystems. Ein Viertel der Befragten bezweifelt aber, dass die Politik konkrete Maßnahmen gegen den Klimawandel ergreifen wird.

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