Hohe Erwartungen, aber „es wird vom ersten Punkt an richtig hart“

Tennis: Für Thiem startet heute Jagd nach erstem Stadthallen-Triumph

Thiem will als Favorit den Spieß umdrehen.
Thiem will als Favorit den Spieß umdrehen. © APA/Punz

Von Tobias Hörtenhuber aus der Wr. Stadthalle

Rückblick: Im Viertelfinale der Erste Bank Open 2013 stand der damals 20-jährige Dominic Thiem ganz knapp vor der ganz großen Sensation. Angefeuert von 7700 Fans musste sich der Welteranglisten-149. der damaligen Nummer eins des Turniers, Jo-Wilfried Tsonga, in einem spektakulären Tennis-Krimi erst im Tiebreak des dritten Satzes geschlagen geben.

Ein volles Haus

Heute (17.30/live ORF Sport +) kommt es in der Wiener Stadthalle zur Revanche — unter völlig veränderten Vorzeichen. Der Lokalmatador steht als Nummer fünf der Welt an der Spitze des Feldes, der 34-jährige Franzose liegt aktuell 31 Plätze dahinter und schlägt dank Wildcard in Wien auf. Das zweite und letzte Duell der beiden 2016 in Indian Wells gewann übrigens ebenfalls Tsonga.

„Es wäre schon eine große Enttäuschung, wenn es in Wien nicht so läuft“, meinte Thiem über seine Erwartungshaltung. Aber: „Es wird vom ersten Punkt an richtig hart.“ Trotzdem soll Tsonga am „THIEMstag“ nicht zum Stolperstein werden. An mangelnder Unterstützung wird’s nicht liegen, die Stadthalle ist, ebenso wie Freitag und Samstag, ausverkauft.

Perfekte Vorbereitung

Auch der ÖTV-Star selbst sieht sich bereit für seinen ersten Wien-Triumph. „Die Woche war perfekt durchgeplant. In den letzten Jahren war es eher kurzfristig“, schmunzelte Thiem — das darf wohl als kleiner Seitenhieb auf Ex-Trainer Günter Bresnik verstanden werden. Seit Mittwoch konnte sich Thiem im Training auf die Bedingungen in der Stadthalle einstellen. Den Rummel um seine Person und der Druck seien kein Problem. „Ich werde jedes Jahr erfahrener.“ Hoffentlich kommen bis Ende der Woche noch viele Erfahrungen dazu.

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