Hohes Haus stellt sich neu auf

Organisatorische Vorarbeiten laufen — Grüne brauchen viel Platz

Mit 26 Abgeordneten ziehen die Grünen wieder in den Nationalrat ein, ein Viertel der Mandatare hat migrantische Wurzeln — wie etwa Süleyman Zorba, mit 26 Jahren jüngster Grüner. Parteichef Werner Kogler (vorne, 2. v. l.) soll Klubobmann werden. Er könnte heute übrigens sein Sondierungsteam vorstellen, möglicherweise mit OÖ-LR Rudi Anschober, der eine für heute angesetzte Pressekonferenz gestern kurzfristig abgesagt hat.
Mit 26 Abgeordneten ziehen die Grünen wieder in den Nationalrat ein, ein Viertel der Mandatare hat migrantische Wurzeln — wie etwa Süleyman Zorba, mit 26 Jahren jüngster Grüner. Parteichef Werner Kogler (vorne, 2. v. l.) soll Klubobmann werden. Er könnte heute übrigens sein Sondierungsteam vorstellen, möglicherweise mit OÖ-LR Rudi Anschober, der eine für heute angesetzte Pressekonferenz gestern kurzfristig abgesagt hat. © APA/Techt

Die Nationalratswahl vom 29. September hat — mit den Grünen — nicht nur eine neue Fraktion ins Hohe Haus (zurück) gebracht, sondern auch die Aufteilung der Räumlichkeiten in den Ausweichquartieren zu einer logistischen Herausforderung für die Parlamentsdirektion gemacht. Die noch einmal dadurch verschärft wird, dass ja die Abgeordneten und die Parlamentsmitarbeiter in zwei Jahren wieder in das dann komplette renovierte und umgebaute Haus am Ring zurück übersiedeln.

Klar ist: Die Konstituierende Sitzung des neu gewählten Nationalrats mit 71 ÖVP-, 40 SPÖ-, 31 FPÖ-, 26 Grün- und 15 Neos-Mandataren findet am Mittwoch, 23. Oktober ab 12.30 Uhr im Großen Redoutensaal der Hofburg statt, die Details über den Sitzungsverlauf legt morgen die Präsidialkonferenz fest.

Dort offiziell noch nicht vertreten, aber als Gast bei der Klärung organisatorischer Fragen mit dabei sind die Grünen, deren künftiger Klub sich gestern zu einer ersten Arbeitssitzung getroffen hat. Mit 26 Abgeordneten sind die Grünen um zwei Mandatare stärker als bei ihrem Hinauswurf aus dem Parlament im Jahr 2017 zurückgekommen. Das Anwachsen auf diese Stärke bezeichnete der designierte Klubobmann Werner Kogler gestern als Herausforderung. Statistisch lässt sich die grüne Fraktion so auf den Punkt bringen: 15 der 26 Mandatare sind Frauen, 13 Abgeordnete sind unter 30, der Altersschnitt liegt bei 42 Jahren.

Parlamentserfahrung haben neben Kogler noch Sigrid Maurer und Alma Zadic (gesammelt bei der Liste Jetzt), Ewa Ernst-Dziedzic und David Stögmüller waren im Bundesrat und Michel Reimon im Europaparlament.

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