Homeoffice-Hilfe für Betriebe

Abgelehnter ÖAAB-FCG-Antrag wird mit Verspätung nun doch umgesetzt

Der Zukunftsfonds der Arbeiterkammer OÖ fördert ab sofort wieder Digitalisierungsprojekte in Betrieben, die den Beschäftigten ermöglichen, ihre Arbeit im Home-Office erledigen zu können.

Zwei Millionen Euro stellt die AK bis Ende Jänner dafür bereit und fördert 50 Prozent der Projektkosten mit einer Fördersumme von bis zu 100.000 Euro je Betrieb. „Wir empfehlen die baldige Kontaktaufnahme mit uns, damit wir die Sonderförderungen rasch abwickeln können“, so AK-Präsident Johann Kalliauer.

Erfreut und auch einigermaßen überrascht zeigte sich die Fraktionsvorsitzende des Team ÖAAB-FCG in der AK, Cornelia Pöttinger, über diese AK-Sonderförderung im Rahmen ihres Zukunftsfonds für Betriebe.

„Überrascht deshalb, da ein gleichlautender Antrag der gemeinsamen Fraktion des OÖVP-Arbeitnehmerbundes ÖAAB und der Fraktion Christlicher Gewerkschafter in der AK-Vollversammlung im Juni von allen anderen Fraktionen abgelehnt worden war“, so Pöttinger.

Schon im Juni war eine Homeoffice-Offensive angeregt worden, als Ausweitung der bestehenden Leistungen im Rahmen des AK-Zukunftsfonds. „Also genau das, was jetzt medienöffentlich präsentiert wurde“, zeigte sich Pöttinger irritiert und verärgert „über ein völlig unsachliches Demokratieverständnis der Mehrheitsfraktion in der Arbeiterkammer“.

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Pöttinger: „Gut, dass diese Homeoffice-Sonderförderung jetzt kommt. Die Coronapandemie hat dem Arbeiten zu Hause, das eine Reihe von Vorteilen für die Beschäftigten mit sich bringt, nochmals einen absoluten Schub verliehen. Unternehmen und Betriebsräte, die hier ordentliche Rahmenbedingungen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schaffen, gehören entsprechend unterstützt.“

Einreichen können übrigens Unternehmer und Betriebsräte. Gefördert werden jene Projekte, die dazu beitragen, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während der Corona-Krise im Home-Office gut arbeiten können.

Finanzielle Unterstützung durch den AK-Zukunftsfonds gibt es etwa für die Anschaffung von Geräten wie Laptops oder Smartphones, aber auch für notwendige Software oder etwa Programmierkosten.

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