Hopfen als Chance für Bauern

Angebot kann heimische Nachfrage nur zur Hälfte decken – Mehr Flächen denkbar

Die Hopfenernte ist heuer qualitativ und quantitativ sehr gut.
Die Hopfenernte ist heuer qualitativ und quantitativ sehr gut. © paffy - stock.adobe.com

Hopfen, Malz und Wasser – mehr ist für ein gutes Bier nicht notwendig. Ersterer könnte dabei zur großen Zukunftschance für die oberösterreichischen Bauern werden: Denn die Nachfrage der heimischen Bierbrauer steigt und das Angebot in Österreich deckt zurzeit die Nachfrage lediglich zur Hälfte.

Die Freistädter Brauerei setzt dabei seit vielen Jahren auf Hopfen aus dem Mühlviertel, wie Geschäftsführer Ewald Pöschko zum VOLKSBLATT sagt und die diesjährige Ernte sei „qualitativ und quantitativ“ hochwertig. Dies bestätigt auch Oberösterreichs Landwirtschaftskammer-Präsidentin Michaela Langer-Weninger, die darin „den Erhalt einer Vollerwerbsexistenz beziehungsweise die Sicherstellung des Arbeitsplatzes Bauernhof“ sieht. Geholfen habe hierbei der Trend zur Regionalität, und dass etliche kleine und große Brauereien den heimischen Hopfen wieder entdecken.

Oberösterreich ist dabei Hopfen-Bundesland Nummer eins; 140 Hektar Hopfen von insgesamt 265 Hektar österreichweit stehen im Land ob der Enns, wobei 20 Hektar mehr in den kommenden Jahren noch durchaus denkbar sind. Allerdings bedürfe es laut Langer-Weninger hierbei einer guten Planung und anfangs auch großer Investitionen. „Leicht ist es zu Beginn sicher nicht, aber auf lange Sicht kann es sich lohnen“, sagt Langer-Weninger.

Abseits des Hopfens lief es für Oberösterreichs Bauern prinzipiell gut. Bei Mais und Soja konnten die Erträge dieses Jahr im Vergleich zum langjährigen Schnitt gesteigert werden. Bei der Zuckerrübe liege man im langjährigen Schnitt und die Weinlese brachte heuer „gute Erträge bei hoher Qualität“. Bei Tafeläpfeln und Tafelbirnen sei die Lage bei „exzellenter Qualität“ mengenmäßig zufriedenstellend, lediglich bei Streuobst gäbe es Einbußen, allerdings werden die Mostliebhaber „nicht auf dem Trockenen sitzen“.

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