Hornbach wird nach erfolgreichem Jahr vorsichtiger

Angesichts eines unsicheren Umfeldes schaut der auch in Österreich aktive deutsche Baumarktbetreiber Hornbach mit gemischten Gefühlen auf das laufende Jahr.

„Obwohl wir weitere Schließungen im Zuge von Corona-Verordnungen für unwahrscheinlich halten, haben die Herausforderungen im Hinblick auf Inflation, Lieferkette und Produktverfügbarkeit in den letzten Monaten weiter zugenommen“, sagte Karin Dohm, Finanzchefin der Dachgesellschaft Hornbach Holding, am Dienstag.

Der Umsatz dürfte zwar leicht über dem Vorjahresniveau liegen. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) könnte hingegen unter dem Wert des abgeschlossenen Geschäftsjahres liegen.

Die Hornbach Holding gehörte mit ihrer Baumarktkette zu den Corona-Profiteuren: Während der Lockdowns entdeckten die Menschen ihr Zuhause neu, sodass sich in der Pandemie ein starker Trend zum Verschönern und Erneuern des eigenen Heims entwickelte. Zwar mussten manche Baumärkte in der Pandemie zeitweise schließen, Hornbach konnte das aber etwa mit einem stärkeren Online-Handel ausgleichen.

Wie bereits bekannt, hat die im SDAX notierte Hornbach Holding den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 7,7 Prozent auf den Rekord von fast 5,9 Milliarden Euro gesteigert. Der um Sondereffekte bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) wuchs um gut 10 Prozent auf 362,6 Millionen Euro. Der Gewinn kletterte unterm Strich um mehr als ein Fünftel auf 244,5 Millionen Euro, wie am Dienstag bekannt wurde.

Hornbach betreibt europaweit 167 Bau- und Gartenmärkte. Wichtigstes Land ist Deutschland mit 98 Märkten. Das Unternehmen ist zudem im Handel mit Baustoffen aktiv.

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