Hospitalisierungsrate in Omikron-Welle deutlich gesunken

In der Omikron-Welle ist die Hospitalisierungsrate deutlich gesunken. Das zeigen am Freitag veröffentlichte Daten der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG). 73.301 Spitalsaufnahmen von Pandemiebeginn bis Ende Jänner standen bis dahin 1,88 Millionen Infektionen gegenüber. Das ist eine Gesamthospitalisierungsrate von 3,9 Prozent, im Jänner 2022 allein waren es 0,7 Prozent. Auch die Sterblichkeit der Covid-Spitalspatienten ging zurück, sie war laut GÖG mit 8,1 Prozent aber noch hoch.

Im Jänner 2022 allein gab es in Österreich rund 606.000 Infektionen, geht aus dem aktualisierten Fact-Sheet der GÖG hervor. Das ist fast ein Drittel aller bis dahin gemeldeten positiven Tests in zwei Jahren Pandemie. Gleichzeitig gab es im ersten Monat des heurigen Jahres mit 4.070 Covid-Hospitalisierungen nur einen Bruchteil aller Krankenhauseinweisungen von Infizierten.

Auch auf den Intensivstationen mussten durch Omikron anteilsmäßig weniger Infizierte behandelt werden. Von Pandemiebeginn bis Ende Jänner lag die Hospitalisierungsrate bei 0,7 Prozent, im Jänner allein bei 0,1 Prozent (377 Spitalsaufnahmen bei 606.459 Infektionen).

Gegenüber der Delta-Welle zeigte sich in der Omikron-Welle ein Rückgang der Hospitalisierungsrate um 65 Prozent bzw. um 81 Prozent auf Intensivstationen, erläuterte die GÖG. Der Rückgang der Hospitalisierungsrate war bei den Null- bis Neunjährigen bzw. den Zehn- bis -19-Jährigen mit 26 bzw. 34 Prozent allerdings geringer als bei den älteren Altersgruppen. Männer hatten in der Omikron-Welle nach den bisherigen Daten ein im Vergleich zu Frauen um zwei Prozent geringeres Risiko hospitalisiert zu werden aber ein um 80 Prozent höheres Risiko auf einer Intensivstation aufgenommen zu werden, berichteten die Experten.

In der Omikron-Welle wurde bei den Spitalspatienten Covid-19 weniger häufig als Hauptdiagnose vermerkt (61 Prozent). Nach einer medizinischen Einschätzung können etwa 66 bis 73 Prozent der Covid-Hospitalisierungen der Omikron-Welle direkt auf die Coronavirus-Erkrankung zurückgeführt werden. Das liegt deutlich unter dem entsprechenden Anteil in der Delta-Phase (Aufnahmen von Juli bis Dezember 2021) von 78 Prozent der Kodierungen im Spital und 83 bis 88 Prozent laut Expertenschätzung.

Zur Sterblichkeit der Covid-Krankenhauspatienten in der Omikron-Welle wurde neben dem Jänner auch der Februar untersucht. Trotz des geringeren Risikos aufgrund einer Infektion hospitalisiert zu werden, verstarben in den beiden Monaten immer noch 8,1 Prozent aller Covid-Hospitalisierten und 27,4 Prozent der Intensivpatienten. Im gesamten Pandemieverlauf ist der Anteil allerdings mit 16,2 bzw. 35,3 Prozent deutlich höher. Der Rückgang kann laut GÖG auf die geringere Virulenz der Omikron-Variante und auf den größeren Anteil jüngerer Intensivpatienten zurückgeführt werden. Die Analyse der Todesfälle ist noch mit einer Unsicherheit behaftet, weil es noch zu Bereinigungen aufgrund der zuletzt erfolgten Nachmeldung von mehr als 3.000 Covid-Toten kommen kann, hieß es in dem aktualisierten Fact-Sheet.

Der Altersschnitt der im Februar 2022 entlassenen Intensivpatienten lag mit 63,1 Jahren wieder näher am Pandemie-Durchschnitt von 65 Jahren. Im September 2021 war er zwischenzeitlich auf 56 Jahre gesunken. Die durchschnittliche Verweildauer auf Intensivstationen betrug bisher 13,3 Tage, im Jänner sank dieser Wert auf neun Tage.

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