Hospiz-Care im Mobilen Dienst

Pflegemitarbeiter werden für den sensiblen Umgang mit Sterbenskranken geschult

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Zu Hause sterben ist ein Wunsch vieler, tatsächlich sind es aber nur 26 Prozent, denen dies ermöglicht wird.

Mit dem Pilotprojekt „Hospiz und Palliative Care im Mobilen Dienst“ (HiM OÖ) sollen Mitarbeiter des Mobilen Dienstes für den sensiblen Umgang mit Menschen in ihrer letzten Lebensphase geschult werden.

Modell wurde vom Hospizverband entwickelt

Das Schulungsmodell wurde vom Dachverband Hospiz Österreich entwickelt, vom Fonds Gesundes Österreich begleitet und unterstützt. Maßgeblich verantwortlich für das Gelingen ist der Landesverband Hospiz OÖ. Das Projekt wurde zu Jahresbeginn in Oberösterreich gestartet.

„Sterben ist Teil des Lebens und soll würdevoll möglich sein. In Oberösterreich ist unser Ziel, die Verbesserung der Lebensqualität von unheilbar kranken und sterbenden Menschen“, sagt Gesundheitsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander: „Das Pilotprojekt ist dabei eine wichtige Unterstützung für die Mitarbeiter der Mobilen Dienste.“

Sieben Anbieter- organisationen – Rotes Kreuz, Volkshilfe, Caritas, Diakoniewerk, Miteinander GmbH, Arbeiter Samariter Bund und Arcus Sozialnetzwerk –, die mit ihren rund 1800 Mitarbeitern 80 Prozent der Mobilen Dienste abdecken, sind beim Pilotprojekt dabei.

Die Kosten von rund 1,05 Mio. Euro für 2020 bis 2023 tragen die Sozial- und die Gesundheitsabteilung des Landes. Die Kosten von 660.000 Euro für die Palliativbeauftragten in den sieben Organisationen, die seit 1. September 2020 tätig sind, trägt die Sozialabteilung, so Sozial-LR Birgit Gerstorfer.

Das ist der Gegenentwurf zur Liberalisierung der Sterbehilfe und damit eindeutig der richtige Weg“, betonte Ärztekammer-Präsident Peter Niedermoser.

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