Hütter wird neuer Frankfurt-Coach

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Trotz der Abgänge von  Peter Stöger in Dortmund und Ralph Hasenhüttl in Leipzig hat Österreich schon wieder einen Trainer in der Deutschen Fußball-Bundesliga: Adi Hütter wechselt zur kommenden Saison von Young Boys Bern für drei Jahre zu Eintracht Frankfurt.

Von Roland Korntner

Erst das DFB-Pokalfinale am Samstag in Berlin gegen den FC Bayern, dann die Verkündung des neuen Trainers. So lautete der Zeitplan des deutschen Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Doch seit gestern ist die Katze aus dem Sack: Nicht der in der Gerüchteküche zuletzt am höchsten gehandelte Slaven Bilic, auch nicht der gestern noch ins Spiel gebrachte Ralph Hasenhüttel, sondern dessen österreichischer Landsmann Adi Hütter wird die Nachfolge des zu den Bayern abwandernden Niko Kovac antreten.

„Adi ist ein echter Fußballfachmann, der diesen Sport durch und durch lebt. Seine Vita ist beeindruckend, denn er hat nachhaltig bei mehreren Klubs bewiesen, dass er mit harter Arbeit auch aus geringen Möglichkeiten das Optimum herausholen kann“, wird Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic auf der Klub-Homepage zitiert. Die Hessen waren zum Handeln gezwungen, nachdem zunächst der Schweizer „Blick“ und dann auch die „Frankfurter Rundschau“ die Verpflichtung vermeldet hatten.

„Mit dem Wechsel zu Eintracht Frankfurt geht für mich ein Traum in Erfüllung“, so eine Stellungnahme Hütter. Er hat heuer ja Young Boys Bern zum ersten Schweizer Meistertitel seit 1986 geführt und steht (am 27. Mai) noch im Cupfinale gegen FC Zürich. Davor war der 48-Jährige auch schon mit Salzburg (2015) und Grödig (in der Ersten Liga/2013) Meister geworden, hatte mit den Bullen auch den ÖFB-Cup (2015) gewonnen und Grödig nach dem Aufstieg sensationell auf Platz drei geführt.

In seiner Karriere als Spieler war Hütter auch beim LASK (1998-91) engagiert, seine größten Erfolge feierte er aber in Salzburg mit drei Meistertiteln (1994, 95, 97)  sowie dem Einzug ins UEFA-Cup-Finale (1994). Unvergessen ist diesbezüglich sein Treffer zum 2:0 im Achtelfinale gegen Sporting Lissabon in der Nachspielzeit, das die Salzburger in die Verlängerung (in der dann noch Martin Amerhauser traf) rettete. Später wurde der 15fache ÖFB-Teamspieler  mit dem GAK auch noch ÖFB-Cupsieger (2002), 2007 (mittlerweile bei den Red Bull Juniors) beendete er schließlich seine Spielerkarriere.