Hundeattacke: Pitbull wird nun eingeschläfert

Eineinhalbjähriges Tier hatte Zwölfjährigen gejagt und angefallen

OTTENSHEIM/FELDKIRCHEN — Nach der schrecklichen Hundeattacke in Ottensheim (Bez. Urfahr-Umgebung) soll der Pitbull, der einem jungen Mann aus Feldkirchen gehört, nun eingeschläfert werden. Wie berichtet war das eineinhalb Jahre alte Tier aus einem privaten Garten entkommen und auf einen zwölfjährigen Buben und dessen neunjährige Schwester getroffen, als diese mit ihrem eigenen Hund unterwegs waren.

Die Kinder fürchteten sich und rannten davon, woraufhin der Bub vom Hund gejagt, angefallen und so heftig in Nacken, Rücken und in die Beine gebissen wurde, dass er im Spital in ein künstliches Koma gelegt werden musste. Erst der von der Schwester alarmierte Großvater und der Vater konnten das Tier vertreiben.

„Wir haben mit dem Besitzer noch am Donnerstag gesprochen und er hat eingesehen, dass es das beste ist, den Hund einzuschläfern“, berichtet Feldkirchens Bürgermeister Franz Allerstorfer. Der Pitbull sitzt derzeit in einem Tierheim. Er soll in zehn Tagen die tödliche Spritze erhalten. „Es muss erst noch auf das Tollwut-Testergebnis gewartet werden“, erklärt der Ortschef.

Gesetz nachschärfen

Der Fall hat ihn nachdenklich gemacht. Allerstorfer glaubt nicht, dass das Gesetz, das für jeden Hundehalter einen Sachkundenachweis vorsieht, bei allen Hunderassen ausreicht. Bei manchen müsste man mehr als nur einen dreistündigen Kurs verlangen. „Es macht ja auch einen Unterschied, ob ein Zwergpudel oder ein Pitbull zubeißt!“ Daher sollte auch die Haltung der Tiere immer wieder kontrolliert werden. In diesem konkreten Fall war es der erste Hund für den 21-jährigen Halter.

Auch in Kärnten wurde ein Bub von einem Hund schwer verletzt. Das Tier biss den Vierjährigen in den Kopf.

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