Hyundai Tucson – Eine Sache des Prestiges

Der hybride Hyundai Tucson zeigt, dass komplette Ausstattung und souveräne Fahreigenschaften zu einem kompetitiven Preis sehr wohl möglich sind.

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Lange Zeit gefiel sich die koreanische Autoschmiede Hyundai in Europa in der Rolle des angriffigen Tigers.

Die Autos waren zwar nicht unbedingt jedermanns Geschmack, aber dank billiger Preise, umfangreicher Ausstattung und nicht zuletzt guten Fahreigenschaften mauserten sich die Koreaner.

Darüber hinaus hat Hyundai auch in puncto europäischer Geschmack dazugelernt – nicht zuletzt dank seiner Entwicklungs- und Forschungsabteilung in Frankfurt. Darüber hinaus betreibt Hyundai ein Werk in Nosovice (Tschechien), wo unter anderem der kompakte i30 sowie das Mittelklasse-SUV Tucson vom Band laufen.

Typenschein

Hyundai Tucson 1.6 T-GDI HEV 4WD Prestige Line

Preis: ab € 49.640,- inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 50.930,- inklusive Panoramadach € 1290,-; einen Hyundai Tucson (1.6 T-GDI Smart Line) gibt es ab € 32.990,-
NoVA/Steuer: 6 %/ € 406,08 jährlich
Garantie: 5 Jahre ohne Kilometerbegrenzung, 3 Jahre Lackgarantie, 12 Jahre gegen Durchrostung
Service: alle 20.000 km bzw. jährlich

Technische Daten:
Benzinmotor: R4, 16V, Turbolader, Partikelfilter, 1598cm³, 132,2 kW/180 PS bei 5500 U/min, max. Drehmoment 265 Nm bei 1500-4500 U/min
Elektromotor: 44,2 kW/60,11 PS, Lithium-Ionen-Akku mit 270 V Spannung
Getriebe: Sechsgangautomatik
Systemleistung: 169,1 kW/230 PS
Antrieb: Allradantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 193 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 8,3 s
Leistungsgewicht: 7,37 kg/PS
WLTP-Verbrauch: 6,6 Liter
VOLKSBLATT-Testverbrauch: 7,1 Liter
CO2-Ausstoß: 145 g/km
Euro 6d-TEMP

Eckdaten:
L/B/H: 4500/1865/1650 mm
Radstand: 2680 mm
Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 1695/2245 kg
Kofferraum: 616-1795 Liter
Tank: 52 Liter (Benzin)
Reifen: 4 x 235/50 R19 103V auf 19“-Alus

Sicherheit:
Regelsysteme: ABS/EBV/ESP/ASR/BA/BSD/RSR/LKA/ACC/TPMS
Airbags: 7

Geländedaten:
Bodenfreiheit: 170 mm
Böschungswinkel vorne/hinten: 17,4°/25,7°
Rampenwinkel: 17,3°

Jetzt gibt es den Tucson in vierter Generation und die Hülle des Fünfsitzers, der 170 Millimeter Bodenfreiheit (für spontane Ausflüge ins Gelände) besitzt – wartet mit etlichen Ecken und Kanten auf. Die Koreaner nennen dieses experimentelle Design „Sensuous Sportiness“ und wollen dadurch das Fahrzeug emotionalisieren.

Ins Auge stechen dabei vor allem die Seitenlinie in Z-Form sowie das LED-Leuchtenband am Heck des Wagens. Bei der Front sind die mit dem Kühlergrill verschmolzenen LED-Scheinwerfer ein echter Hingucker und auch die eckigen Radkästen heben den Tucson von der breiten Masse der kompakten SUV ab.

Innen zahlen sich die Abmessungen (4500 Millimeter lang, 1865 Millimeter breit, 1650 Millimeter hoch) aus, das Platzangebot lässt keine Wünsche offen. Interessant sind die in der Neigung verstellbaren Lehnen der Rücksitze.

Und auch die Zahl und Größe der Ablagen spricht für sich. Für Gepäck bietet der hybride Tucson deutlich mehr Platz als sein Vorgänger: 616 bis 1795 im fein verarbeiteten Kofferraum statt 513 bis 1503 Liter beim vorherigen Tucson, der nicht als Hybridversion erhältlich war.

Optisch beherrscht wird der hochwertig verarbeitete und neu gestaltete Innenraum von einer besonderen Kombination aus Armaturenbrett und zentralem Display. Auffällig ist der elegant geschwungene Streifen entlang des Cockpits mit den Lüftungsdüsen, der sich bis in die Türen erstreckt.

Hyundai hat darüber hinaus auch nicht bei den Assistenzfeatures gegeizt. Beispiel gefällig? Nun, das 10,25 Zoll große Display hinter dem Lenkrad zeigt alle wichtigen Daten für den Fahrer und wartet mit einem besonders tollen Extra auf: Wird der Blinker gesetzt, verwandelt sich je nach Abbiegerichtung der Drehzahlmesser oder der Tacho in ein Livebild einer Kamera, die den Totwinkel sichtbarer machen soll.

In der Mittelkonsole prangt ein ebenfalls 10,25 Zoll großer Touchscreen, der zugleich Teil des Infotainmentsystems ist. Er ist ohne starkes Vorbeugen aus dem Fahrersitz erreichbar, das System reagiert zudem schnell auf Fingerberührungen.

Einfache und logisch sortierte Menüs machen die Bedienung noch dazu sehr intuitiv – wie man es von Hyundai eben gewohnt ist. Den Drehregler für die Lautstärke sucht man indessen vergebens. Als Novum verfügt der Tucson über einen Airbag zwischen Fahrer und Beifahrer, der zusätzlich Sicherheit bietet.

Angetrieben wird der Beute-Koreaner von zwei Motoren. Der leise Vierzylinder-Benziner leistet 180 PS, sein Teamkollege ist ein maximal 60 PS starker Elektromotor, der den Fünfsitzer für ganz kurze Strecken auch ganz allein voranbringt. Der E-Motor wird aus einer nur 1,49 Kilowattstunden großen Lithium-Ionen-Polymer-Batterie mit Energie versorgt.

Die Kombination bringt maximal 230 PS Systemleistung und somit genug, um den 1,7-Tonner flink zu bewegen. Der wendige Tucson wartet fahrtechnisch nicht mit unangenehmen Überraschungen auf. Der Antritt des Allradlers ist ab gut 2500 Touren solide, die Sechsgangautomatik waltet flugs ihres Amtes, schnelle Lastwechsel bringen den Wagen nicht in die Bredouille.

Zudem sorgen etliche Assistenzsysteme, wie etwa Spurhalteassistent, Querverkehrswarner, adaptiver Tempomat, Verkehrszeichenerkennung oder Müdigkeitserkennung für entspanntes Fahren. Die Lenkung ist feinfühlig, leichtgängig und durchaus direkt, das Fahrwerk schafft den Spagat zwischen Agilität und Komfort und 7,1 Liter Verbrauch gehen in Ordnung. Im Gegensatz zum eckigen Äußeren ist das Fahrverhalten eine runde Sache – und das muss ja kein Widerspruch sein.

Fazit

Die Neuauflage des Tucson in der höchsten Ausstattungslinie Prestige Line setzt in der Klasse der hybriden Mittelklasse-SUV aufgrund seiner Ausstattung, Fahreigenschaften und Verarbeitung Maßstäbe.

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