„Im Denken nie auf OÖ beschränkt“

Festakt im Linzer Landhaus zum 90. Geburtstag von LH a. D. Josef Ratzenböck

Feier im Landhaus: Landeshauptmann Thomas Stelzer mit Gattin Bettina, LH a. d. Josef Ratzenböck mit Gattin Anneliese und sein Nachfolger als Landeshauptmann und Seniorenbund-Landesobmann, LH a. D. Josef Pühringer.
Feier im Landhaus: Landeshauptmann Thomas Stelzer mit Gattin Bettina, LH a. d. Josef Ratzenböck mit Gattin Anneliese und sein Nachfolger als Landeshauptmann und Seniorenbund-Landesobmann, LH a. D. Josef Pühringer. © Land OÖ/Stinglmayr

„Josef Ratzenböck hat sich in seinem Denken nie auf Oberösterreich alleine beschränkt — er hat Politik in großen Zusammenhängen gemacht.“ Und Ratzenböck habe sich stets auch um die kleinen Sorgen der Menschen angenommen. Mit diesen Worten würdigte Landeshauptmann Thomas Stelzer gestern bei einem Festakt im Linzer Landhaus das Wirken von Landeshauptmann a. D. Josef Ratzenböck, der am 15. April 90 Jahre alt geworden ist.

„Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass wir in jenem Oberösterreich leben können, das wir schätzen und in dem es uns gut geht“, erinnerte Stelzer. „Er war ein Mann der Zusammenarbeit und hat sie auch gelebt. In diesem Geist führen wir die Landespolitik auch weiter.“ In die Amtszeit von Josef Ratzenböck fielen große politische und gesellschaftliche Herausforderungen und Veränderungen —und natürlich der Fall des Eisernen Vorhangs, den Ratzenböck am 11. Dezember 1989 durchschnitten hat.

„Mein Platz ist jetzt die Erinnerung“

„Mein Platz ist jetzt die Erinnerung. Hier bin ich in Verbindung mit allen, die je meinen Weg gekreuzt haben. Das ist etwas ungeheuer erfreuliches“, sagte Ratzenböck, und in Richtung seiner zahlreich erschienenen politischen Wegbegleiter: „Jeder hat seinen Anteil an den Verdiensten. Es war wunderbar, mit den Politikern verschiedener Parteien zusammenzuarbeiten. Wir haben immer überlegt, was dem anderen zumutbar ist. Wir haben unsere Arbeit im Weinberg Oberösterreich gemacht. Und wir haben festgestellt: Miteinander geht’s leichter.“ Es sei schön zu sehen, „wie dieses Land immer noch mustergültig geführt wird!“

Auch Ratzenböcks Gattin Anneliese wurde geehrt: Sie bekam als erste den neuen Titel „Ehrenkonsulentin der Landesregierung“ für ihre jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit im Kulturbereich – etwa für die Goldhauben-Gruppen – verliehen.

Ehrung für Gattin und eigene Fanfare

Das Landesmusikschulwerk gab zur Feier ein Konzert zu Ehren seines Gründers. Unter anderem führte das Brass-Ensemble unter Fritz Neuböck die von diesem eigens komponierte Geburtstags-Fanfare für Ratzenböck auf., Der Jubilar bedankte sich launig: „Ich glaube, dass diese Fanfare in zehn Jahren wieder gespielt werden sollte.“

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