Im Dutzend krank: WKOÖ kritisiert „dreiste“ Aktion

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Nach Meinungsverschiedenheiten mit der Firmenleitung haben sich zwölf Mitarbeiter kollektiv krank gemeldet. © Bilderbox

Im Dutzend krank waren Mitarbeiter einer Mühlviertler Firma und erhielten dafür die Kündigung wegen Arbeitsboykott. Wie die Wirtschaftskammer Oberösterreich in einer Aussendung schildert, waren zuvor von der Geschäftsführung wegen guter Auftragslage Überstunden verordnet worden, was den Angestellten gar nicht passte. Die Zwölf seien am Vortag alle noch gesund gewesen und hätten heftig mit der Geschäftsführung diskutiert, schildert Erhard Prugger, Leiter der Abteilung Sozial- und Rechtspolitik in der oö. Wirtschaftskammer. Die WKOÖ kritisierte die „Aktion, die an Dreistigkeit und Illoyalität gegenüber dem Arbeitgeber und gegenüber den Kollegen kaum mehr zu überbieten war“. Mitarbeiter würden Krankenstände immer wieder als Druckmittel einsetzen. Durch das Blaumachen der zwölf Kollegen entstand dem Unternehmen ein Schaden von 250.000 Euro. Zehn der plötzlich Erkrankten bekamen die Kündigung. Zwei kündigten von sich aus das Dienstverhältnis.