„Im Iran ist man das gewöhnt“

Oö. Cluster-Chef sieht noch keine große Krisenstimmung bei heimischen Firmen

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Im Iran ist man ein instabiles Umfeld gewöhnt.
Im Iran ist man ein instabiles Umfeld gewöhnt. © AFP/Pool/Peter

Gespanntes Abwarten lautet derzeit die Devise jener oö. Betriebe, die bereits im Iran tätig sind oder sich in den vergangenen Monaten um Geschäfte im Iran bemüht haben. Man werde sich die Entwicklung infolge der Aufkündigung des Atom-Deals mit dem Iran durch US-Präsident und den Sanktionsdrohungen genau anschauen, erklärt Christian Altmann, Leiter des oö. Clusterlands im VOLKSBLATT-Gespräch. Altmann, der erst im März mit einer Wirtschaftsdelegation im Iran unterwegs war, betont aber auch mit Blick auf die Unternehmen: „Eine große Krisenstimmung ist nicht ausgebrochen.“

Das hänge auch mit den Erfahrungen der Firmen zusammen, die schon länger im Iran tätig sind. „Diese Unternehmen sind es gewöhnt, dass es zwar ein interessanter, aber ein nicht in allen Facetten perfekter Markt ist und man einen langen Atem haben muss. Man ist es durchaus gewöhnt, dass es immer wieder offene Fragen gibt“, so Altmann.

Die große Frage ist laut Altmann nun, wie sich Europa mit dem Iran weiter einigen kann. „Die Betriebe sind nach wie vor interessiert, aber man wird abwarten was die nächsten Monate bringen“, so der Experte.

cs