Im Posthof geht’s unterhaltsam zur Sache

37. Linzer Kleinkunstfestival in Linz setzt auf bunten Reigen — Von der Aufklärung bis zur Papierkomik

Die „Vaginas im Dirndl“ nehmen kein Blatt vor den Mund.
Die „Vaginas im Dirndl“ nehmen kein Blatt vor den Mund. © Bettina Frenzel

Wie genau funktioniert eigentlich die Klitoris? Die Antwort auf Fragen wie diese gibt’s bei den „Vaginas im Dirndl“ in der Version des alpenländischen G’stanzlsingens — unterhaltsam, provokativ und barfuß. Da wird der Orgasmus quasi gejodelt — und sich kein Blatt vor den Mund genommen.

Das oberösterreichisch-tirolerische Trio verspricht Aufklärung für Erwachsene und lädt am 19. November (20 Uhr) im Posthof zum Offenen Diskurs im Rahmen des Linzer Kleinkunstfestivals. Die 37. Auflage startet am 27. und 28. Oktober (jeweils 20 Uhr) mit einem schwarzen Kabarettabend, in dem Christoph Fritz Einblicke in seine Lebensgeschichte liefert: „Das Jüngste Gesicht“.

Zu Halloween am 31. Oktober geben die Science Busters ihre „Global Warming Party“ und gehen der Frage nach dem Klimawandel als Partybremse nach. Helene Bockhorst bringt am 9. November ihr erstes abendfüllendes Soloprogramm, „Die fabelhafte Welt der Therapie“, auf die Bühne. Ein Feuerwerk an Gedanken über das Denken folgt am 10. und 11. November mit Thomas Maurers „Woswasi“.

Der Tod und die Clowns

Das Thema Tod und Clownerie passen nicht zusammen? Den Gegenbeweis tritt die Schweizerin Gardi Hutter am 13. November an. Gemeinsam mit Sohn, Tochter und Schwiegertochter verhandelt die Schweizer Clownfrau in „Gaia Gaudi“ poetisch ihre eigene Endlichkeit. Für Schweizer Gäste stünde voraussichtlich eine Quarantäne nach einem Auftritt im Land ob der Enns bevor. Bereit diese auf sich zu nehmen wären derzeit auch Ohne Rolf.

Das Luzerner Duo schlägt mit seinem Programm „Unferti“ ein Spezialkabarett-Kapitel auf: Ohne gesprochene Worte werden Textplakate geblättert — eine schweigsame Show voller humorvoller Überraschungen. Das Umblätterkabarett samt Papierkomik ist für 27. November zum Abschluss des Kleinkunstfestivals geplant.

Davor gibt’s noch musikalisch Unterhaltsames des Schweizer Mundartpoeten Endo Anaconda und seiner Band Stiller Has (21. November) sowie die Österreich-Premiere von Rainald Grebes „Das Münchhausenkonzert“ — „Mondlandung“ inklusive (26. November).

Ein Kabarett-Ausblick

Auch ein Ausblick auf kabarettistische Höhepunkte im nächsten Jahr darf gewagt werden: Helmfried von Lüttichau, Vince Ebert, Christoph & Lollo, Pigor & Eichhorn, Hagen Rether, Mathias Tretter oder Sebastian Pufpaff seien etwa genannt.

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