Im Schnitt vier Brände pro Tag in österreichischen Landwirtschaften

Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre (2008-2018) hat es in Österreich jährlich 1.455 Brände in der Landwirtschaft mit einer durchschnittlichen Schadenssumme von knapp 53 Mio. Euro bzw. 36.500 Euro pro Brandereignis gegeben. Das sind rund vier Brände pro Tag, informierte das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) in einer Aussendung am Donnerstag.

„Vergleicht man die Jahre 2008 mit 1.148 Bränden in landwirtschaftlichen Betrieben mit dem Jahr 2018 mit 1.568 Bränden, dann zeigt sich hier eine Steigerung der Brände, aber auch der Schadenszahlen von mehr als 35 Prozent“, erklärte Armin Kaltenegger, Leiter des Forschungsbereichs Eigentumsschutz im KFV. Mit einem Anteil von rund 20 Prozent zählen defekte Elektro-Installation zu den häufigsten ermittelten Brandursachen, sind jedoch nur für rund sechs Prozent der Schäden verantwortlich.

Die größten Schäden verursachen Brandstiftung, dieser liegen zwei Prozent der Brände zugrunde, dabei wurden aber 44 Prozent der Schäden verursacht. Dahinter folgte Überhitzung, sie ist für sieben Prozent der Feuer ursächlich und elf Prozent der Schäden.

Feuergefährliche Tätigkeiten verursachten neun Prozent der Brände und richteten acht Prozent des Schadens an. Auch menschliches Fehlverhalten und die Selbstentzündung von Heu und Stroh stellen eine oft unterschätzte Gefahr dar.

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