Immer frei zugänglich — die Galerie vor der Haustür

Fern der elitären Kunsträume — Stadt Traun: #kunstimvisier

„Hüterin des Wassers“ in Traun
„Hüterin des Wassers“ in Traun © Hammer

Kunst vor der Haustür, Brunnen, Skulpturen, Kunst an Wänden, Böden, Decken, „Kunst am Bau“ umgeben uns vielerorts. Fern der elitären Kunsträume, bevorzugten Künstler speziell in den 80er Jahren diese Form der Begegnung mit zeitgenössischer Kunst.

Anfangs oft Gegenstand heftiger Auseinandersetzung, versickern die Werke bald im Unterbewusstsein. Diese immer zugängliche, vom (un-)freiwilligen Betrachter auch bei häufigem Passieren nicht wahrgenommene Galerie pflegt die Stadt Traun seit 40 Jahren. In Zeiten der Pandemie rückt sie ihre unvermutet große Anzahl von Ankäufen, Förderprojekten, Schenkungen und Leihgaben für den öffentlichen Raum in den Fokus.

Unter dem Titel „Kunst im Visier“ startet die Leiterin der Trauner Galerien, Alexandra Wolf-Zifferer, eine Online-Serie „#kunstimvisier“ mit wöchentlichen Postings auf Facebook und Beiträgen auf der Trauner Homepage. Gedanken, Geschichten und Hintergründe zu den Arbeiten renommierter Künstler mit Bezug zur Stadt öffnen neue Blickwinkel auf ihre Werke.

Kunst im Vorübergehen mit Stein und Metall

Die künstlerische Entdeckungsreise beginnt im Innenhof des Rathauses bei einem ästhetisch erotischen Frauentorso von Nicolae Marinica (geb. 1952). Ein Brunnen mit seiner „Hüterin des Wassers“, eine monumentale Bronzeplastik, 1999 erschaffen von der Künstlerin Ingeborg Kuba, fand vor dem Schloss Traun seine finale Destination.

Ingrid Tragler (Lektorin an der Linzer Kunstuni) verweist mit ihren Siebdrucken „Transformationen“ an der Fassade der neuen Spinnerei auf die ursprüngliche Bestimmung des Gebäudes. Im Park davor, gefördert vom Trauner Unternehmen Trierenberg, stößt man auf Stein- und Metall- Skulpturen von Josef Baier und Alois Bauer. Eine Serie von Kleinplastiken führt entlang des Wassergrabens.

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Fassaden und Decken öffentlicher Gebäude überraschen, ein aufmerksamer Blick und die Infos auf ‚#kunstimvisier“ öffnen neue Perspektiven. Infos unter www.traun.at/KUNST_im_Visier und www.facebook.com/GalerieDerStadtTraun

Kunstbetrachtung entlang der Donau

Wer auf den Geschmack kommt, möge seinen Spaziergang entlang von Brucknerhaus und Lentos um bewusste Kunstbetrachtung anreichern. Aus den seinerzeit umstrittenen Aktionen forum metall und forum design entstand in den 70ern ein Skulpturenpark von höchstem internationalem Rang mit Künstlern wie Max Bill, Hellmuth Gsöllpointner, Amadeo Gabino, Herbert Bayer, Donald Judd, Klaus Rinke oder Günther Uecker.

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