In deutscher Metallindustrie derzeit etwa 1,55 Millionen Kurzarbeiter

In der deutschen Metall- und Elektrobranche wird als Folge der Viruskrise nach Einschätzung des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall jeder zweite der rund vier Millionen Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen sein.

Derzeit gelte die Zwangspause für etwa 1,55 Millionen Beschäftigte, teilte der Verband am Donnerstag nach einer Umfrage bei den Unternehmen mit.

Für weitere etwa 420.000 Arbeitnehmer sei Kurzarbeit in den nächsten fünf Wochen geplant. Neun von zehn Unternehmen müssten ihre Produktion einschränken. Sehr stark betroffen sei die Automobilindustrie.

Der Verband forderte ein staatliches Programm zur Konjunkturbelebung. „Da die wesentliche Ursache des Einbruchs fehlende Nachfrage ist, wird es ohne ein Konjunkturprogramm keine schnelle Erholung geben“, erklärte Gesamtmetall. Deren Hauptgeschäftsführer Oliver Zander ergänzte: „Ich fürchte, man wird um eine Automobilprämie nicht herumkommen.“ Zudem müsse es ein „Belastungsmoratorium“ ohne Steuer- und Abgabenerhöhungen geben.

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