In Krise mehr Angestellte an Betriebe vermittelt

Arbeitskräfteüberlasser Experts Consulting Center mit Sitz in St. Florian trotzte der Pandemie

Das Experts Consulting Center wurde 2012 als Unterbereich des Arbeitskräfteüberlassers I. K. Hofmann gegründet und ist auf die Angestelltenvermittlung spezialisiert.
Das Experts Consulting Center wurde 2012 als Unterbereich des Arbeitskräfteüberlassers I. K. Hofmann gegründet und ist auf die Angestelltenvermittlung spezialisiert. © IKH

Während in der Krise in vielen Bereichen Angst um den Arbeitsplatz herrschte und Neueinstellungen Mangelware waren, konnte man beim auf Angestellte spezialisierten Arbeitskräfteüberlasser Experts Consulting mit Sitz in St. Florian keine Einbußen bemerken.

Im Gegenteil: Man habe bei den überlassenen Mitarbeitern, also jenen Angestellten, die an die Kunden vermittelt wurden, sogar ein Plus von 10 Prozent verzeichnet, so Standortleiterin Helena Reitbauer im Gespräch mit dem VOLKSBLATT.

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Großteil übernommen

Auch die Fluktuation blieb wie gewohnt bei nur rund fünf Prozent. Bedeutet: Weiterhin wurden 95 Prozent der Vermittelten übernommen. Profitiert habe man dabei sicher auch von langjährigen Partnerschaften, zudem merke man auch die aktuell wieder anspringende Konjunktur, begründet man die Entwicklung. Vor allem der Chemie- und Pharmabereich, die Sondermaschinenfertigung sowie Wohnbau und Handel würden wieder positive Signale senden, so die aktuelle Wasserstandsmeldung.

Bei der Unternehmensmutter I.K. Hofmann wird aktuell zumindest die Kurzarbeit wieder zurückgefahren, bei den Arbeitern merke man die Krise stärker, heißt es. Experts Consulting Center (ECC) war 2012 in Österreich von der Mutter als Unterbereich gegründet worden, um den Angestellten- vom gewerblichen Bereich deutlicher abzugrenzen.

30 der rund insgesamt 110 Mitarbeiter bei ECC bzw. Hofmann sind in St. Florian beschäftigt, der Rest verteilt sich auf 17 Niederlassungen in Österreich. Im Vorjahr steuerte ECC 13 Mio. Euro zum Gesamtumsatz von 221 Mio. Euro der Unternehmensgruppe I.K. Hofmann in Österreich bei. Mit der Mutter kommt man auch leichter durch die Krise: Dort beträgt die Eigenkapitalquote mehr als 50 Prozent.

Gegen den schlechten Ruf

Gegen den schlechten Ruf der Arbeitskräfteüberlasser und Personaldienstleister als Ausbeuter wehrt man sich. Dass sei ein Ruf aus der Vergangenheit, mittlerweile gäbe es dazu auch klare rechtliche Vorgaben, so Reitbauer. So würde etwa immer der höhere Kollektivvertrag greifen, wenn Branchen besser zahlen als beim Überlasser festgelegt.

Auch gibt es keine Ausnahmen bei den Kündigungsfristen, wird betont. Weder würden Unternehmen bevorzugt noch Arbeitnehmer benachteiligt, wird die Seriosität unterstrichen.

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