In Liegestühlen der Orgelnacht lauschend …

Extravagantes Vergnügen im Zuge der Brucknertage

Die Orgelnacht in der Stiftsbasilika begeisterte.
Die Orgelnacht in der Stiftsbasilika begeisterte. © Reinhard Winkler

Von Christine Grubauer

Die musikalische Orgelnacht fand nun schon zum fünften Mal in Folge bei den alljährlichen Brucknertagen statt. Viele Konzertbesucher rückten mit ihren Liegestühlen in die Stiftsbasilika St. Florian an, denn dieses extravagante Vergnügen dauerte von 19.30 Uhr bis nach Mitternacht.

Eine Visualisierung auf Großleinwand zeigte den jeweiligen Künstler an der Stiftsorgel. Pünktlich kam das klangliche Feuerwerk vom gebürtigen Neapolitaner Sergio Orabona, mit einem bunt gemischten Strauß von Musik aus Italien und Frankreich. Mit Andreas Etlinger kam ein in Wien ausgebildeter oö. Organist zum Zug. Er lehrt am Konservatorium für Kirchenmusik in Linz, ist 2. Stiftsorganist in St. Florian und verweist auf eine rege Konzerttätigkeit.

Ihm gelang mit J. S. Bachs „Die Kunst der Fuge” ein virtuoses Bravourstück eines fragmentarischen Werkes, das er als hier ansässiger Musiker, mit dem ebenfalls heimischen Ensemble Austrian Art Gang (AAG) mit Saxofon, Gitarre, Cello, Fagott und Kontrabass als Zwischenimprovisationen bereicherte. Jürgen Natter aus Vorarlberg verzauberte mit einem höchst persönlichen Programm. Aus Paris kam der französisch-armenische Edouard Oganessian, der tiefromantische Musik mit Werken von Wagner und Liszt zum Klingen brachte.

Den Abschluss spielte Stefan Kagl (*1963 in München) mit einem Bach-Werk und Musik aus der Pariser Kirche Saint Sulpice in Erinnerung an Charles-Marie Widor. Mit großem Durchhaltevermögen blieben viele Besucher bis zum Schluss und bejubelten jeden Organisten.

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