In memoriam Josef Friedrich Doppelbauer

Gelungenes Gedenkkonzert an der Anton Bruckner Privatuniversität

Auch Choralwerke kamen zur Aufführung.
Auch Choralwerke kamen zur Aufführung. © ABPU

Von Georgina Szeless

Mit viel Liebe und Sorgfalt veranstaltete die Bruckneruni ein Gedenkkonzert für Josef Friedrich Doppelbauer, den bedeutenden Welser Komponisten und Musikpädagogen, der im Vorjahr 100 Jahre geworden wäre und vor dreißig Jahren verstorben ist. Verwandte, Zeitzeugen und Schüler verfolgten in Erinnerung der Verdienste Doppelbauers den Abend und bekamen hochwertige Aufführungen aus dem über 600 Werke umfassenden Ouvre einer unvergessenen Persönlichkeit zu hören. Es waren kleine Orgelstücke, vorgetragen von Florian Birklbauer, und Ornamente aus einer Orgelpartita von Maria Grillenberger — beide aus der Klasse von Brett Leighton. Bedeutend für Doppelbauers Wirken war auch die Chormusik. Ein vokales Kammerensemble aus dem Hause, geleitet von Christian Schmidbauer, begeisterte mit seinen intonationssicheren Beiträgen. Genauso Iria Fernandez Silva aus der Klasse Predrag Katanic mit der Sonate für Viola solo, deren gestalterische Ausführung professionelle Reife verriet. Die übrigen Programmpunkte galten dem persönlichen Leben und dem nicht leichten Schicksal eines Künstlers, der seiner Berufung treu blieb und zu hohem Ansehen gelangte.

Vizerektor Thomas Kerbl führte dazu Gespräche mit Sohn Thomas Doppelbauer und der Schülerin Elisabeth Gober und zeigte auch den Film „Das Leben Anton Bruckners“ mit Doppelbauer als Improvisator. Der familiäre Charakter der Feier sorgte für heitere Momente im Gedanken an einen großen Musikersohn aus OÖ.

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