In Ried begann eine neue Ära

Neo-Geschäftsführer Wöllinger will Klub als „fixen Bestandteil der Bundesliga“ etablieren

Zum Abschied erhielt Roland Daxl (r.) von Nachfolger Rainer Wöllinger ein Mannschaftsfoto vom Aufstieg, einen großen Notizblock („für weitere Ideen“) und einen Gummihammer — „falls er mal auf den Tisch hauen muss“, so Wöllinger.
Zum Abschied erhielt Roland Daxl (r.) von Nachfolger Rainer Wöllinger ein Mannschaftsfoto vom Aufstieg, einen großen Notizblock („für weitere Ideen“) und einen Gummihammer — „falls er mal auf den Tisch hauen muss“, so Wöllinger. © SVR/Scharinger

Mit einer emotionalen Dankesrede verabschiedete sich Roland Daxl als Geschäftsführer von Fußball-Bundesligist SV Guntamatic Ried. „Ich liebe den Verein mit 100 Prozent Herzblut“, sagte der 46-Jährige, der seit 2009 in führenden Positionen tätig gewesen war und 2017 die Geschäftsführung der neuen Fußball GmbH übernommen hatte. Mit wässrigen Augen bedankte sich der Vollblutfunktionär bei Mitarbeitern, Sponsoren, Unterstützern und, ja, selbst den Medienvertretern. Daxl wird dem Klub als Finanzvorstand erhalten bleiben.

Seit 1. November ist Nachfolger Rainer Wöllinger im Amt. Und erntete für diese Entscheidung, die nach Gesprächen mit Daxl gereift war, nicht nur Verständnis in seinem Umfeld. „Etwa die Hälfte hat sich gefreut, die andere Hälfte auch, hat aber gefragt: ‘Warum tust du dir das an?’“

Die Antwort fällt dem 47-Jährigen, der seit 30 Jahren in Pram wohnt, leicht. „Es ist der Reiz, im Fußball zu arbeiten und die Chance zu nutzen, meinen Verein mitzugestalten“, erklärte der gebürtige Innviertler und langjährige Ried-Fan, der zuletzt in der Raiffeisenbank führende Positionen inne gehabt hatte.

Die Ziele

Zunächst will Wöllinger die Abläufe im Verein kennenlernen und professionalisieren. „Wir wollen Ruhe und Kontinuität reinbringen und die interne Kommunikation verbessern.“ Die vielen Stärken des Klubs möchte man mehr zur Geltung bringen und kontinuierlich weiterentwickeln. „Wir wollen aber das Grundwesen nicht verändern“, betonte er.

Langfristig gelte es, sich organisatorisch, beim Budget (derzeit 7,067 Mio., Anm.) und sportlich gut aufzustellen. „Wir wollen ein fixer Bestandteil der Bundesliga sein. Wir möchten nach vorne schauen können und nicht nur in der Gegenwart hängen bleiben müssen.“

Sportkoordinator soll Baumgartner entlasten

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Ein erster Schritt dahin soll die Bestellung eines Sportkoordinators sein, der Trainer und Sportchef Gerald Baumgartner organisatorisch entlastet und als Bindeglied zur Akademie und zur zweiten Mannschaft fungiert. „Auch im Scouting müssen wir zulegen“, betonte Wöllinger, der sich für diese Personalentscheidung aber kein Zeitlimit gesetzt hat.

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