In zehn Jahren zur Nummer eins

Die Macher der Formel E haben große Ziele — di Grassi siegte in Berlin

Das Formel-E-Rennen in Berlin wurde eine Beute von Lucas di Grassi — vor den Augen von voestalpine-Boss Wolfgang Eder, der sich über die Entwicklung der Serie in ihrer fünften Saison hocherfreut zeigte.
Das Formel-E-Rennen in Berlin wurde eine Beute von Lucas di Grassi — vor den Augen von voestalpine-Boss Wolfgang Eder, der sich über die Entwicklung der Serie in ihrer fünften Saison hocherfreut zeigte. © voestalpine

Roland Korntner berichtet aus Berlin

„In zehn Jahren wollen wir die Nummer eins sein“, so lautet die klare Kampfansage von Formel-E-Erfinder Alejandro Agag an die Königsklasse des Motorsports. Ob es der elektrischen Meisterschaft tatsächlich gelingt, die Formel 1 abzulösen, bleibt abzuwarten. Fakt ist aber, dass sich die Formel E prächtig entwickelt. Waren 2017 weltweit 223 Millionen TV-Zuseher gezählt, waren es im Vorjahr schon 330.

Und für heuer schaut es derzeit, also nach zehn von 13 Rennen, nach einem erneuten Wachstum von 30 Prozent aus, womit man bereits jenseits von 400 Millionen liegen wird. Mit der Entwicklung der Serie ist auch die voestalpine hochzufrieden: „Die Formel E ist aufgestiegen wie eine Rakete“, freut sich Vorstandschef Wolfgang Eder. Vor zwei Jahren habe man sich „zu vertretbaren Konditionen eingekauft. Nämlich für „einen mittleren, einstelligen Millionenbettrag“ pro Saison. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass das Engagement so einschlägt, dass das Feedback so positiv ist“, erklärte Eder.

Dass die Rennserie tatsächlich richtig guten Sport bietet, verdeutlichte auch das Rennen in Berlin-Tempelhof, das am Samstag vor vollen Tribünen mit dem Sieg von Audi-Piot Lucas di Grassi (BRA) vor Sebastien Buemi SUI) und Jean-Eric Vergne endete. Der Franzose baute damit seine Gesamtführung leicht aus und übernahm auch die Spitzenposition der „voestalpine European Races“. „Es wird richtig hart, ihn zu schlagen“, erklärte di Grassi. Bei drei noch ausstehenden Rennen (Bern/22. Juni und zweimal Ney York/13. und 14. Juli) glaubt er aber, dass „bis zum achten Platz oder so kämpfen immer noch alle mit um den Titel“.

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Der Autor nahme auf Einladung der voestalpine an der Pressereise nach Berlin teil.

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