Indonesien und Malaysia geben einander Schuld an Bränden

Die anhaltenden schweren Waldbrände auf der Insel Borneo sorgen für Streit zwischen den Nachbarstaaten Indonesien und Malaysia. Beide Länder geben sich gegenseitig die Schuld für hohe Schadstoffwerte in der Luft. Die Regierung in Jakarta wies am Mittwoch Vorwürfe zurück, wonach Brände im indonesischen Teil der Insel für die Schließung von mehr als 400 Schulen in Malaysia verantwortlich seien.

Das Forstministerium veröffentlichte Satellitenbilder, die Brände auf malaysischem Gebiet zeigen. Die beiden Staaten teilen sich Borneo, mit einer Fläche von annähernd 750.000 Quadratkilometern die drittgrößte Insel der Welt. Zudem liegt auf Borneo auch noch das kleine Sultanat Brunei. Seit mehreren Wochen gibt es auf der Insel schwere Brände. Malaysia hat Indonesien mehrfach Hilfe angeboten, damit die Umweltschäden in Grenzen gehalten werden können. Nach Angaben des indonesischen Katastrophenschutzes wurden landesweit bereits mehr als 328.000 Hektar Wald zerstört.

Die Luftverschmutzung ist auch in anderen Staaten der Region wie Singapur und Thailand bemerkbar. Nach einer Studie der Universitäten Harvard und Columbia führten die schlimmen Waldbrände in Indonesien 2015 in ganz Südostasien zum Tod von mehr als 100.000 Menschen. Unmittelbar an den Bränden starben damals mindestens 25 Menschen.

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