Inflation im April leicht gesunken

Nach einem deutlichen Anstieg im März ist die Teuerungsrate im April wieder leicht zurückgegangen. Die Inflationsrate lag bei 1,9 Prozent, nach 2,0 Prozent im März. Hauptpreisdämpfer im Monatsvergleich waren Nahrungsmittel.

Weiterhin spürbar sind jedoch die im Jahresvergleich höheren Treibstoffpreise. Binnen Jahresfrist legten diese um 12,7 Prozent zu und liegen damit wieder auf Vorkrisenniveau vom Februar 2020, sagte Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Preise für Nahrungsmittel gingen im Vergleich zum März 2021 um 0,5 Prozent zurück. Unter den fünf stärksten Preisdämpfern im Monatsvergleich waren Vollmilchschokolade (minus 6,9 Prozent), Schweinsschnitzel (minus 6,8 Prozent) und Faschiertes (minus 9,6 Prozent) zu finden.

Daneben wurden Flaschenbier (minus 4,9 Prozent) und Flugtickets (minus 7,4 Prozent) billiger. Hauptpreistreiber im Monatsvergleich waren dagegen Bekleidungsartikel mit plus 1,8 Prozent. Teuerungen gab es außerdem bei Bohnenkaffee (plus 7,5 Prozent) sowie bei Superbenzin (plus 1,5 Prozent) und Dieseltreibstoff (plus 0,7 Prozent).

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Auch zum Vorjahresmonat stiegen die Treibstoffpreise mit 12,7 Prozent merklich an, im Schnitt legten die Preise für Verkehr um 3,5 Prozent zu. Dabei wurden auch Reparaturen privater Verkehrsmittel um 3,9 und der Kauf eines neuen Kraftwagens um 2,8 Prozent teurer. Um fast ein Drittel billiger wurden dagegen Flugtickets, die Kosten brachen um 29,7 Prozent ein, nachdem sie im März noch um 8,9 Prozent angestiegen waren.

Hauptpreistreiber im Vergleich zum April des Vorjahres war „Wohnen, Wasser und Energie“. Diese waren im Jahresvergleich der stärkste Preistreiber und legten um 2,9 Prozent zu. Mieten wurden um 5,1 Prozent teurer, während die Preise für die Instandhaltung von Wohnungen um 2,4 Prozent stiegen. Wegen deutlich höherer Strom- (plus 5,1 Prozent) und Heizölpreise (plus 10,7 Prozent) legten auch die Kosten für Haushaltsenergie im Schnitt um 3,7 Prozent zu. Gas wurde um 0,7 Prozent teurer, Fernwärme und feste Brennstoffe verbilligten sich dagegen um 0,9 bzw. 1,0 Prozent. Rückläufig waren außerdem die Kosten für Nachrichtenübermittelung, die um 2,6 Prozent billiger wurden.

Nahrungsmittelpreise entwickelten sich im Jahresabstand unterschiedlich. Preise für Fleisch (minus 1,0 Prozent) und Fisch (minus 5,87 Prozent) gingen zurück, während Gemüse (plus 5,3 Prozent) und Obst (plus 3,1 Prozent) mehr kosteten. Im Schnitt wurden Nahrungsmittel um 0,3 Prozent teurer. Auch Alkoholfreie Getränke verteuerten sich um 0,3 Prozent.

Der tägliche Einkauf, repräsentiert durch den Mikrowarenkorb (enthält überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen oder den Kaffee im Kaffeehaus), wurde im Jahresvergleich um 1,7 Prozent teurer. Auch der wöchentliche Einkauf, indem auch Treibstoffe enthalten sind (Miniwarenkorb), kostete um 4,5 Prozent mehr.

Der Indexstand des Verbraucherpreisindex lag bei 101,8 Punkten, nach 101,9 im März 2021. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) lag im April bei 1,9 Prozent und ist damit gleich hoch wie der VPI.

Im April erschwerte der Ost-Lockdown die Berechnung der Inflationsrate, so die Statistik Austria. Um Erhebungsausfälle zu kompensieren wurde für großteils oder vollständig ausgefallene Waren und Dienstleistungen die Gesamtinflationsrate fortgeschrieben. Für saisonale Dienstleistungen wie Reisn wurde eine Fortschreibung nach saisonalem Muster durchgeführt.

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