Inn-Hochwasser: Entspannung greift um sich

Die Hochwassersituation in Tirol hat sich im Laufe des Donnerstags weiter entspannt. Die Pegelstände waren im Sinken begriffen und lagen entlang des Inns großteils unter der Fünf-Meter-Marke. In Innsbruck verzeichnete der Inn am frühen Abend 5,51 Meter – signifikant weniger als der Höchststand in der Nacht auf Donnerstag von 6,32 Meter.

Die Experten sprachen nach einer Stabssitzung von einem “deutlichen Abfall der Pegelstände”. Aufgrund der erhöhten Grundwasserspiegel waren aber nach wie vor im ganzen Land zahlreiche Feuerwehren im Einsatz, um Keller abzupumpen, teilte das Land mit. 38 Feuerwehren im Bundesland zählten am Donnerstag 230 Einsätze.

“Die vorsorglichen Sicherheitsmaßnahmen bleiben auch in den kommenden Tagen aufrecht, damit wir im Bedarfsfall rasch reagieren können. Die Kraftwerke haben ihren Betrieb entsprechend der derzeitigen Situation wieder aufgenommen”, erklärte Sicherheitslandesrat und Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler (ÖVP). Klaus Niedertscheider von der Abteilung Hydrographie und Hydrologie des Landes meinte wiederum, dass durch die anhaltende Schneeschmelze es allerdings auch wieder zu Gegenanstiegen kommen werde. Eine moderate Erhöhung der Wasserführung könnte die Folge sein. “Derzeit ist die Lage jedenfalls stabil”, so Niedertscheider.

Auch das Wetter spielt derzeit mit. Für Freitag sind keine Niederschläge zu erwarten – für weitere valide Prognosen seien die Modelle der kommenden Tage abzuwarten, hieß es.

Im Bezirk Schwaz, in dem besonders die Lage in der gleichnamigen Bezirkshauptstadt besonders angespannt gewesen war, wurde indes Donnerstagnachmittag die Zivilschutzwarnung aufgehoben. Bereits um 14.00 Uhr war die Schwazer Steinbrücke wieder geöffnet worden.

In Innsbruck wurde die als Vorsichtsmaßnahme gesperrte Karwendelbahnstrecke zwischen Innsbruck Westbahnhof und Hötting wieder freigegeben. Auf der Strecke war seit Dienstagabend ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

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