„Integration durch Deutsch & Arbeit“

Landesrat Hattmannsdorfer bei der 14. Integrationskonferenz in Linz

14. Integrationskonferenz in Linz (v. l.): Migrationsforscher und Autor Gerald Knaus, Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer und Soziologe und Integrationsexperte Kenan Güngör.
14. Integrationskonferenz in Linz (v. l.): Migrationsforscher und Autor Gerald Knaus, Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer und Soziologe und Integrationsexperte Kenan Güngör. © Land OÖ/Schaffner

„Ich mache Integration nicht an Herkunft, Glauben oder Hautfarbe fest. Gelungen ist Integration dann, wenn jemand die deutsche Sprache lernt, jemand unsere Werte und Alltagsnormen achtet und sich aktiv auf dem Arbeitsmarkt einbringt. Integration kann nur gemeinsam gelingen“, sagte Oberösterreichs Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer im Rahmen der 14. Integrationskonferenz des Landes OÖ in Linz, an der rund 200 Experten teilnahmen.

„Klare Regeln“

Jene Asylwerber, die eine Chance auf ein Bleiberecht haben, müssen laut Hattmannsdorfer „schnellstmöglich in unsere Gesellschaft integriert werden. Dafür gibt es klare Regeln. Voraussetzung für gelungene Integration sei vor allem die deutsche Sprache. Sie öffnet Türen und Wege, um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und am Arbeitsmarkt Fuß fassen und sich damit selbst erhalten zu können“.

Diese Bedingungen wurden schon mit dem oö. Integrationsleitbild 2018 festgelegt und von allen Parteien einstimmig beschlossen. Hattmannsdorfer: „Je früher damit begonnen wird, desto weniger Probleme entstehen später.“

Im Zuge der Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge wurden auch erste Maßnahmen im Sinne der Weiterentwicklung der oö. Integrationspolitik in die Wege geleitet:

  • Niederschwelliges Angebot von Deutschkursen und Werte-Schulungen in Form der „Hallo in OÖ“-Kurse
  • Screening von Fähigkeiten und Ausbildungen in Hinblick auf Arbeitsmarktqualifikation

Österreich als Vorbild

Lob kommt vom Migrationsforscher Gerald Knaus: „Die Fluchtbewegungen Asylsuchender der letzten Monate sind primär ein Thema der Binnenmigration innerhalb Europas. Daher ist es notwendig, durch Kooperation zwischen Ländern der EU Lösungen zu finden und Standards durchzusetzen. Dazu kommen die Herausforderungen in Zusammenhang mit der Ukraine. Hier ist es beeindruckend, wie Österreich und andere Länder, die bereits 2015 betroffen waren, aus dieser Zeit Lehren gezogen haben und die Situation nun bewältigen.“

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