ManCity gewinnt CL-Schlager gegen PSG – Alaba-Tor für Real

Ein Tor von David Alaba hat Real Madrid den Weg ins Achtelfinale der Fußball-Champions-League geebnet. Der ÖFB-Teamspieler erzielte am Mittwoch beim 3:0-Sieg der Madrilenen bei Sheriff Tiraspol per Freistoß den Führungstreffer, musste danach aber mit leichten Knieproblemen vom Platz. Die K.o.-Phase erreichten neben Real auch Manchester City, Paris Saint-Germain, Inter Mailand und Sporting Lissabon. ManCity gewann den großen Schlager gegen PSG mit 2:1.

Weil RB Leipzig im Parallelspiel der Gruppe A den FC Brügge auswärts mit 5:0 abfertigte, stehen beide Titel-Mitfavoriten im Achtelfinale. ManCity steht aber als Gruppensieger fest. Die „Citizens“ revanchierten sich im eigenen Stadion für die 0:2-Niederlage in Paris Ende September. Schon im Halbfinale der Vorsaison hatten sie gegen PSG zweimal (2:1 und 2:0) die Oberhand behalten.

Das Team von Pep Guardiola war von Beginn an die deutlich gefährlichere Mannschaft. Ilkay Gündogan traf die Stange (33.), PSG stellte aber entgegen dem Spielverlauf auf 1:0. Von Lionel Messi kam der Ball nach einem schönen Zusammenspiel mit Ander Herrera leicht abgefälscht mit etwas Glück zu Kylian Mbappe, der vor dem Tor die Ruhe behielt (50.). City kam aber zurück. Den Ausgleich erzielte Raheem Sterling, der nach sehenswerter Vorarbeit des aufgerückten Kyle Walker am langen Eck abschloss (62.). Walker leitete auch das 2:1 mit einer Flanke ein, der von Bernardo Silva bediente Gabriel Jesus vollendete (76.).

Leipzig landete den ersten CL-Sieg dieser Saison stark ersatzgeschwächt, darf nun aber zumindest mit dem Umstieg in die Europa League spekulieren. Trainer Jesse Marsch fehlte nach einem positiven Coronatest ebenso wie mehrere Stammspieler, ÖFB-Legionär Konrad Laimer war mit von der Partie. Marsch-Vertreter Achim Beierlorzer bejubelte Tore von Christopher Nkunku (12., 93.), Emil Forsberg (17./Elfer, 45.+1) sowie Andre Silva (26.).

In der Gruppe D revanchierte sich Real an Außenseiter Tiraspol für die blamable 1:2-Heimniederlage im September. Alaba erzielte sein zweites Tor im Dress der Madrilenen, sein erstes in der Champions League. Zuvor war der Wiener vor einem Monat im „Clasico“ in der Liga gegen den FC Barcelona erfolgreich gewesen (2:1). In Tiraspol versenkte er einen von der Mauer abgefälschten Freistoß aus guter Position (30.). Die weiteren Real-Treffer markierten Toni Kroos (45.) und Karim Benzema (55.) jeweils von der Strafraumgrenze.

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Alaba musste in der 65. Minute ausgewechselt werden. Der Wiener griff sich ans Knie, Real-Trainer Carlo Ancelotti gab nach Spielende aber Entwarnung. Es dürfte sich um eine leichte Verstauchung handeln. „Es schaut nicht so schlimm aus. Er hat nicht so viele Schmerzen. Wir hoffen, dass er am Sonntag spielen kann“, sagte der Italiener. Dann treffen die Madrilenen in der Liga auf den FC Sevilla.

Mit dem Sieg in Transnistrien nahm Real auch Inter mit in die K.o.-Runde. Die Mailänder hatten sich zuvor zu Hause gegen Schachtar Donezk mit 2:0 durchgesetzt und liegen weiter zwei Zähler hinter den Madrilenen. Matchwinner für Inter war Stürmer-Routinier Edin Dzeko mit einem Doppelpack (61., 67.). Der Bosnier traf erst mit einem wuchtigen Distanzschuss ins linke Eck, sechs Minuten später war er nach Flanke von Ivan Perisic aus kurzer Distanz per Kopf erfolgreich. In der letzten Runde geht es in Madrid noch um den Gruppensieg.

Den hat Liverpool längst in der Tasche. Die „Reds“ halten nach einem 2:0 gegen den FC Porto, den Thiago (52.) und Mohamed Salah (70.) nach der Pause fixierten, wie nach fünf Runden auch noch Bayern München und Ajax Amsterdam beim Punktemaximum. Dahinter kämpfen am letzten Spieltag Porto (5 Punkte), der AC Milan und Atletico Madrid (je 4) um den Aufstieg. Der AC Milan hielt seine Chancen mit einem dramatischen 1:0-Sieg bei Atletico am Leben. Das Goldtor erzielte der eingewechselte Messias Junior in der 87. Minute per Kopf.

Die Segel streichen musste dagegen Borussia Dortmund. Die Dortmunder verloren das „Endspiel“ bei Sporting Lissabon ohne ihren verletzten Goalgetter Erling Haaland mit 1:3. Der BVB belohnte sich in der Anfangsphase nicht, die Tore erzielte der portugiesische Meister durch Pedro Goncalves (30., 39.) sowie einen Elfer-Nachschuss per Kopf von Pedro Porro (81.). Nach einem Rotfoul von Dortmunds Emre Can (74.) kam es zu einer Rudelbildung, das 1:3 von Donyell Malen (93.) fiel zu spät. Dortmund muss mit dem Umstieg in die Zwischenrunde der Europa League vorlieb nehmen.

Vor der letzten Runde der CL-Gruppenphase stehen elf von 16 Achtelfinalisten fest. Vor Mittwoch hatten bereits Titelverteidiger Chelsea, Manchester United, Liverpool, Bayern, Juventus Turin und Ajax ihre Plätze in der K.o.-Phase gebucht. Die Amsterdamer sicherten sich mit einem 2:1-Sieg bei Besiktas Istanbul auch den Gruppensieg. Nach frühem Rückstand drehte der zur Pause eingewechselte Sebastien Haller die Partie mit einem Doppelpack (54., 69.). Der 27-Jährige schloss mit neun Toren zum in der CL-Schützenliste führenden Bayern-Stürmer Robert Lewandowski auf.

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