IRA entschuldigt sich für Tod einer Reporterin

Frau war während Demo erschossen worden

Lyra McKee wurde bei den Unruhen in Londonderry erschossen.
Lyra McKee wurde bei den Unruhen in Londonderry erschossen. © AFP/Lowe

Die paramilitärische Gruppe New IRA hat sich zur Tötung der Journalistin Lyra McKee im nordirischen Derry bekannt. Die Reporterin sei „tragischerweise getötet“ worden, als sie an der Seite „feindlicher Kräfte“ (der Polizei) gestanden habe, hieß es am Dienstag in einer Erklärung der Gruppe. Zugleich bat die New IRA McKees Angehörige „aufrichtig um Entschuldigung“. Im usammenhang mit der Tötung wurde eine 57-jährige Frau festgenommen, gab die Polizei gestern bekannt.

McKee war am Donnerstagabend während Unruhen im nordirischen Londonderry erschossen worden. Sie wurde getroffen, als ein Mann auf Polizisten schoss. Die New IRA kämpft für eine Vereinigung Nordirlands mit Irland.

Der gewaltsame Tod der 29-Jährigen weckte Erinnerungen an die düstersten Zeiten des Nordirland-Konflikts, bei dem rund 3500 Menschen getötet wurden. Nordirland spielt auch im Brexit-Streit eine entscheidende Rolle. Viele sehen das Karfreitagsabkommen gefährdet, sollten im Zuge des Austritts Großbritanniens aus der EU wieder Grenzkontrollen zwischen Nordirland und Irland eingeführt werden.

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