IS-Chef in Syrien laut Pentagon getötet

Der Anführer der Terrorganisation „Islamischer Staat“ (IS) in Syrien ist am Dienstag bei einem US-Drohnenangriff im Norden des Landes getötet worden. Mahir al-Agal sei zum Zeitpunkt des Angriffs auf einem Motorrad in der Nähe der Kleinstadt Jindires unterwegs gewesen, sagte Dave Eastburn, Sprecher des US-Zentralkommandos, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP in Washington. Einer der engsten Mitarbeiter al-Agals sei schwer verletzt worden.

„Diese Operation wurde umfassend geplant, um ihre erfolgreiche Durchführung zu gewährleisten. Eine erste Überprüfung hat ergeben, dass es keine zivilen Opfer gab“, hieß es. Mahir al-Agal habe zu den ranghöchsten IS-Anführern gehört und sei der Anführer des IS in Syrien gewesen. Er war demnach für den Aufbau von IS-Netzwerken außerhalb des Iraks und Syriens verantwortlich. Nach Informationen der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte gehörte zu seinen Hauptaufgaben außerdem, Geld aus dem Ausland nach Syrien zu bringen.

Der IS stelle weiterhin eine Bedrohung für die USA und ihre Partner in der Region dar, erklärte ein Sprecher des zuständigen Regionalkommandos des US-Militärs (Centcom). Der Schlag am Dienstag werde daher „die Fähigkeit der Terrororganisation beeinträchtigen, weitere globale Anschläge zu planen und auszuführen“.

Im Oktober 2019 war bei einem Einsatz von US-Spezialkräften in Syrien IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi ums Leben gekommen. Nach US-Angaben zündete er eine Sprengstoffweste, um einer Festnahme zu entgehen. Sein Nachfolger Abu Ibrahim al-Hashimi al-Quraishi starb erst im Februar ebenfalls bei einem US-Einsatz im Norden Syriens.

US-Präsident Joe Biden hatte damals erklärt, er selbst habe den Einsatz angeordnet, nun gebe es „diesen schrecklichen Terroristenführer nicht mehr“. Zum neuen Anführer wurde Abu al-Hassan al-Hashimi al-Quraishi ernannt. Nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden bei der Operation im Februar auch 13 Zivilisten getötet, darunter vier Kinder. Unter Berufung auf Experten hatte CNN davor gewarnt, die Tötung als „Wendepunkt“ zu sehen: Die Gruppe sei wahrscheinlich weiter unbeirrt auf dem Vormarsch.

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