Ismael: „Müssen die Kirche im Dorf lassen“

LASK-Trainer will die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga nicht überbewerten

LASK-Coach Valerien Ismael weiß, dass der Weg zum Meistertitel noch sehr lang ist. © APA/Krugfoto

Mit dem 3:2 des LASK am Freitag in Salzburg wurde eine imposante Serie ausgebaut, während eine andere zu Ende gegangen ist. Die Angst, dass sein Team abheben könnte, hat Cheftrainer Valerien Ismael aber nicht. „Da mache ich mir überhaupt keine Sorgen“. Trotz beeindruckender Fakten.

Der LASK feierte nicht nur den ersten Auswärtssieg gegen die Bullen seit 9. April 2011 (1:0), sondern triumphierte auch im zehnten Match der Saison auf fremdem Platz, womit der Bundesliga-Rekord der Austria aus der Saison 1985/86 ausradiert wurde. Saisonübergreifend halten die Athletiker sogar bei elf Auswärtssiegen in Folge.

Für RB Salzburg war es die erste Meisterschafts-Heimpleite nach 53 Partien, seit einem 0:1 gegen die Admira am 27. November 2016.

„Gibt uns für Cupspiel viel Selbstvertrauen“

Die Oberösterreicher wussten aber den Erfolg richtig einzuordnen. „Es war ein wichtiger Sieg, der eigentlich für die Tabelle keine Bedeutung hat“, meinte Ismael ob der Punkteteilung, die in drei Runden wartet. Allerdings: „Der Sieg gibt uns Selbstvertrauen für das Cupspiel. Er uns gezeigt hat, dass wir hier bestehen können“, so der 44-Jährige mit Blickrichtung Halbfinale, welches am 4. März — ebenfalls im „Bullenstadl“ — wartet.

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Was den gebürtigen Franzosen sonst freute? „Wir haben uns nicht verunsichern lassen, obwohl es schon beeindruckend war, wie Salzburg in den ersten 20 Minuten spielte.“ Dazu die Souveränität in Hälfte zwei: „Da haben wir Ruhe hineingebracht und nicht mehr viel zugelassen.“

„Als Gejagte jede Woche Leistung bestätigen“

Die Tabellenführung wollte Ismael jedoch nicht überbewerten: „Wir müssen schon die Kirche im Dorf lassen. Ich habe (als Spieler) schon um viele Meisterschaften als Spieler gespielt und der Weg ist noch sehr lang.“

Immerhin räumte er ein: „Es ist ein schönes Gefühl, wir nehmen das gerne mit.“ Seine Devise bleibt derzeit aber (noch) unverändert: „Es ist wichtig, dass wir den Grunddurchgang gut abschließen, dann schauen wir weiter.“

Zumal es jetzt auch gilt, sich auf eine Rolle einzustellen. „Wir müssen als Gejagte jede Woche unsere Leistung bestätigen.“ Bevor es aber am Sonntag gegen St. Pölten erstmals um die Verteidigung der Spitzenposition geht, wartet am Donnerstag schon das Europa-League-Duell in Alkmaar, das am Samstag mit 0:2 in Enschede verlor. „Da sind wir gleich wieder im internationalen Modus“, freut sich Ismael.

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