„Ist wichtig, an eigene Qualitäten zu glauben“

Start in EM-Quali: ÖFB-Teamchef Foda wollte sich nicht nur mit starken Polen beschäftigen

„In so großen Partien ist es wichtig, dass man mit Selbstvertrauen auftritt und an die eigenen Qualitäten glaubt. Das wollen wir zeigen“, gab Teamchef Franco Fodas als Motto aus. Wissend, dass mit den Polen am Donnerstag im Wiener Happel-Stadion (20.45 Uhr/live ORF eins) ein starker Gegner, der sich zuletzt dreimal in Folge für eine EM qualifiziert hatte, wartet. Ein Team, gegen das Österreich in Pflichtspielen noch nie gewinnen konnte. „Es ist bekannt, dass das polnische Nationalteam speziell in der Offensive viel Qualität hat“, räumte Foda ein. „Da gilt es defensiv kompakt zu stehen, die Räume sehr eng zu machen und diese Stürmer (wie Robert Lewandowski/ Anm.) nicht zur Entfaltung kommen zu lassen“, so der Deutsche. Zu viel wollte er sich aber gar nicht mit dem Gegner beschäftigen: „Es ist wichtig, dass wir uns auf unser Spiel konzentrieren. Dass wir mit Begeisterung Fußball spielen.“

Die Ausfälle von Spielern wie Guido Burgstaller, Michael Gregoritsch oder Hannes Wolf seien zwar schade, Foda betonte aber: „Verletzungen gehören zum Fußball, damit muss man leben. Unser Plan hat sich dadurch nicht verändert, nur die Positionierung einzelner Spieler“, erklärte Foda, der die positive Stimmung hervorhob und einen guten Eindruck von seiner Mannschaft gewonnen hat.

Erfolgreiche Qualifikation 2016 als Ansporn

„Wir sehen der Sache positiv entgegen“, betonte Foda. Das bestätigte auch sein Kapitän: „Dieses Kalenderjahr steht für uns absolut im Zeichen dieser Qualifikation“, erklärte Julian Baumgartlinger, der auf eine zweite EM-Teilnahme nach 2016 hofft: „Der Gedanke daran ist ein Ansporn, weil ich gemerkt habe, wie toll eine erfolgreiche Qualifikation und die Teilnahme an einem großen Turnier sein kann“, so Baumgartlinger.

Identität gesucht und gefunden

In den ersten eineinhalb Jahren unter Teamchef Foda habe man, so der Leverkusen-Legionär, „ein bisschen die Identität gesucht“. Dieser Prozess scheint aber abgeschlossen. „Wir sind flexibel geworden, können mehrere Systeme spielen und haben viele junge, hungrige Spieler im Team.“ Das Fazit Baumgartlingers fällt positiv aus: „Wir haben sehr gute Voraussetzungen, um gut in die Quali zu starten.“

Für den Auftakt waren übrigens bis gestern 37.500 Tickets verkauft. Im Gegensatz zur Bilanz gegen Polen (3-1-4/kein Sieg in einem Pflichtspiel) macht jene von Foda Mut. In seinen zwölf Länderspielen feierte er bei drei Niederlagen acht Siege und ein Unentschieden. Und in einer EM-Qualifikation ist die ÖFB-Auswahl seit 13 (10-3-0) Matches ungeschlagen.

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